Ohne Sanierung droht diesem Grazer Sportplatz die Sperre
Eigentlich schien die Zukunft des LUV-Sportplatzes in Graz gesichert. Doch nun sorgen neue Probleme für Verzögerungen. Ohne rasche Sanierung droht der traditionsreichen Anlage sogar die Schließung.
Jahrelang wurde diskutiert, geplant und verhandelt. Erst 2025 fiel der politische Beschluss für die umfassende Sanierung des LUV-Sportplatzes in Graz-Wetzelsdorf. Doch nun gerät das Millionenprojekt erneut ins Wanken. Der Grund: Zentrale Teile des ursprünglichen Vorhabens können offenbar gar nicht umgesetzt werden, so aus einem Bericht der Kleinen Zeitung.
Kunstrasen-Projekt plötzlich vor dem Aus
Besonders bitter für den Verein: Der geplante Kunstrasenplatz dürfte rechtlich nicht realisierbar sein. Wie sich nun herausstellte, war der bestehende Trainingsplatz samt Flutlichtanlage baurechtlich nie genehmigt worden. Zusätzlich ist das Areal laut Flächenwidmungsplan als „Wohnen allgemein“ ausgewiesen. Dadurch gilt die Umrüstung von Natur- auf Kunstrasen rechtlich als Neubau und wäre nicht zulässig. Für den Verein ist das ein schwerer Rückschlag. Gerade der Kunstrasen galt als wichtige Entlastung für den Trainingsbetrieb mit hunderten Mitgliedern und zahlreichen Nachwuchsspielern.
Fast 700 Mitglieder nutzen die Anlage
Der LUV zählt mittlerweile rund 700 Mitglieder, darunter etwa 220 aktive Kinder und Jugendliche. Vor allem die Mädchen- und Frauenmannschaften gelten seit Jahren als Aushängeschild des Vereins. Der bisherige Naturrasen stößt durch die intensive Nutzung längst an seine Grenzen. Zusätzlich sorgen massive technische Probleme für Handlungsdruck. Besonders die Elektrik der Sportanlage bereitet große Sorgen. Teile der Stromversorgung stammen laut Angaben noch aus den 1970er-Jahren. Leitungen sollen teilweise unsachgemäß verlegt worden sein und mittlerweile ein Sicherheitsrisiko darstellen. Im aktuellen Gemeinderatsstück wird deshalb deutlich gewarnt: „Ohne Sanierung muss die Anlage geschlossen werden.“
Jetzt wird umgeplant
Weil rasch gehandelt werden muss, werden nun Teile der bereits freigegebenen Planungsmittel umgeschichtet. Zuerst soll die Elektrik erneuert werden. Anschließend wird der Trainingsplatz neu aufgebaut, allerdings erneut mit Naturrasen statt Kunstrasen. Auch das Hauptspielfeld soll in weiterer Folge saniert werden. Neben den Außenanlagen warten auch die Gebäude auf eine umfassende Modernisierung. Vor allem die Umkleiden und sanitären Anlagen werden seit Jahren stark kritisiert. Trotz aller Probleme hält die Stadt an der Sanierung fest. Im Sportamt betont man die große Bedeutung des Vereins für den Bezirk und den Nachwuchssport in Graz.