„Hiobsbotschaft für Graz“: Elke Kahr warnt vor Folgen der Uni-Kürzungen
Nach den angekündigten Milliardenkürzungen für Österreichs Universitäten wächst jetzt auch in Graz die Sorge vor massiven Folgen. Bürgermeisterin Elke Kahr warnt vor einem schweren Schaden für Wissenschaft und Wirtschaft.
Die geplanten Kürzungen bei Österreichs Universitäten sorgen weiter für heftige Diskussionen. Nachdem bereits Rektorinnen und Rektoren vor massiven Folgen für Forschung, Lehre und Arbeitsplätze gewarnt hatten, meldet sich nun auch die Stadt Graz mit deutlicher Kritik zu Wort. Bürgermeisterin Elke Kahr spricht angesichts der angekündigten Einsparungen von einer „Hiobsbotschaft“ für die steirische Landeshauptstadt.
Bereits zuvor große Sorge um Jobs und Forschung
Schon zuletzt hatten Vertreter der Universitäten Alarm geschlagen, 5 Minuten hat berichtet. Hintergrund sind die geplanten Kürzungen im Hochschulbereich für die kommenden Jahre. Laut bisherigen Berechnungen könnten den steirischen Universitäten und Hochschulen bis zu 500 Millionen Euro fehlen. Experten befürchten dadurch massive Auswirkungen auf Forschung, Lehre und Arbeitsplätze. Bereits jetzt steht die Sorge im Raum, dass jede fünfte Stelle an den Universitäten in Graz und Leoben gefährdet sein könnte. Besonders betroffen wären junge Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler.
Graz sieht Gefahr für gesamten Standort
Für Graz gehe es dabei längst nicht nur um Bildungspolitik, sondern um die Zukunft der gesamten Stadt, betont Bürgermeisterin Elke Kahr. „Wissenschaft und Forschung haben eine zentrale Bedeutung für die steirische Landeshauptstadt“, erklärt sie. Massive Kürzungen würden nicht nur Universitäten und Hochschulen treffen, sondern auch die wirtschaftliche und kulturelle Entwicklung der Stadt gefährden. Gerade Graz profitiere seit Jahren stark von seiner Rolle als Universitäts- und Forschungsstandort.
Folgen könnten weit über die Hochschulen hinausreichen
Die Sorge: Weniger Geld könnte zu Stellenabbau, einem kleineren Studienangebot und eingeschränkter Forschung führen. Gleichzeitig warnen Experten davor, dass hochqualifizierte Fachkräfte und junge Talente Österreich verlassen könnten. Auch für Studierende könnten die Folgen spürbar werden, etwa durch längere Wartezeiten bei Lehrveranstaltungen oder verzögerte Studienabschlüsse.
Kritik an Kürzungen wächst weiter
Die Kritik am geplanten Sparpaket wird damit immer breiter. Neben Universitäten und Forschungseinrichtungen warnen inzwischen auch Städte und Regionen vor langfristigen Schäden für den Wirtschafts- und Bildungsstandort Österreich. Wie stark die Kürzungen tatsächlich ausfallen werden, ist derzeit noch offen.