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Fest am Campus: Uni Graz feierte Wissenschaft und Kunst
Beim dritten Uni Vibes wurde der Campus der Uni Graz zur Bühne für Wissenschaft, Musik und Straßenkunst.

Fest am Campus: Uni Graz feierte Wissenschaft und Kunst

Der Campus der Uni Graz wurde am Freitag, dem 29. Mai, zur Bühne: Bei Uni Vibes trafen Wissenschaft, Musik und Straßenkunst aufeinander. Zwischen Baustellen, Beats und Bibliothek wurde Forschung greifbar.

von Julia Waldhauser Teamfoto von 5min.at: Julia Waldhauser ist für die Online-Redaktion Graz tätig.
3 Minuten Lesezeit(602 Wörter)
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Bei strahlendem Sonnenschein zeigte die Universität Graz, dass Wissenschaft nicht nur in Hörsälen daheim ist. Beim dritten Uni Vibes wurde der Campus zur Open-Air-Bühne für Gespräche, Führungen, Musik und Performances. Besucherinnen und Besucher konnten erleben, wie Forschung unser Zusammenleben, unsere Stadt und unsere Kultur prägt. Und das ganz ohne trockenen Vortragston, sondern mitten am Campus, zwischen DJ-Sets und Straßenkunst.

„Vergangenen Tage haben uns vor Augen geführt, wie herausfordernd die kommenden Monate für die Universitäten insgesamt werden könnten“

Rektor Peter Riedler brachte es so auf den Punkt: „Die vergangenen Tage haben uns deutlich vor Augen geführt, wie herausfordernd die kommenden Monate für die Universitäten insgesamt werden könnten. Umso mehr freut es mich, dass wir dank der großzügigen Unterstützung unserer Sponsoren und mithilfe unserer Forschenden sowie unserer Partner und Partnerinnen heute einen weiteren Beweis für die gesellschaftliche und kulturelle Bedeutung der Universitäten bringen können. Ein Fest in schwierigen Zeiten ist kein Widerspruch zur Ernsthaftigkeit der Lage. Im Gegenteil. Deshalb öffnen wir mit Uni Vibes die Universität für jede und jeden und zwar mit einem wissenschaftlichen und künstlerischen Programm in Kombination.“

Fest am Campus: Uni Graz feierte Wissenschaft und Kunst
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Zwischen Baustellenführungen, DJ-Sets und Performances zeigte die Uni Graz, wie lebendig Forschung sein kann.

Demokratie erleben

Ein besonderer Teil des Programms drehte sich um die Demokratie der Zukunft. Gemeinsam mit dem Künstler Lucas De Man gingen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Uni Graz der Frage nach, wie Demokratie künftig gelebt werden kann. In einstündigen Führungen wurde sichtbar, welche Rolle Forschung dabei spielt. Es ging darum, wie Wissenschaft unser gesellschaftliches Zusammenleben innerhalb einer intakten Demokratie mitgestaltet. So wurde aus einem großen Thema ein Rundgang, bei dem man nicht nur zuhören, sondern mitdenken konnte. Die Uni zeigte damit: Demokratie ist nichts, das irgendwo weit weg passiert. Sie entsteht auch dort, wo Menschen Fragen stellen, diskutieren und gemeinsam nach Lösungen suchen.

Campus von morgen

Auch baulich gab es einiges zu sehen. Bei Führungen zu den beiden großen Baustellen der Universität Graz bekamen die Gäste einen Blick auf den Campus von morgen. Nördlich des Hauptgebäudes entsteht im Rahmen einer umfangreichen Renovierung das Haus der Bildungswissenschaften. Es wird die neue akademische Heimat für angehende Pädagoginnen und Pädagogen. Beeindruckend waren auch die Stahl-Fachwerke des künftigen Graz Center of Physics. Dort sollen ab 2030 die Physik-Institute der Universität Graz und der TU Graz Seite an Seite forschen. Zwischen Kränen und Stahl wurde damit sichtbar, wie Zukunft langsam Form annimmt. Und ja: Eine Baustellenführung kann tatsächlich spannend sein, wenn man weiß, was dort einmal entstehen soll.

Kunst mittendrin

Für Bewegung sorgte die „THERE THERE Company“. Ihre Gruppen-Choreografien leben davon, das Publikum direkt einzubinden. Wer zuerst nur zuschauen wollte, wurde plötzlich selbst Teil der Performance. Aus Abstand wurde Nähe, aus Publikum wurde Mitspielerin oder Mitspieler. Im historischen Lesesaal der Bibliothek wurde es dann leiser, aber nicht weniger eindrucksvoll. Singer-Songwriterin Fraeulein Astrid verzauberte die Gäste mit Songs voller Emotion und leiser Auflehnung. Mehrstimmiger Gesang, elektronische Klänge und ehrliche Texte füllten den Raum. Wer danach noch Energie hatte, konnte sich von DJs Uschi Ultra und Monique Fessl mitreißen lassen. Von Vintage-Klängen bis Gabba und Techno war alles dabei.

Lautes Finale

Zum Abschluss wurde es im Innenhof des Uni-Hauptgebäudes noch einmal richtig fetzig. MERAK, ein elfköpfiges Orchester aus Frankreich, brachte Balkan-Klänge und Hip-Hop-Beats zusammen. Begleitet wurde die Gruppe von fünf Tänzerinnen und Tänzern. Damit endete Uni Vibes laut, bunt und ziemlich schwungvoll.

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