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Das Bild auf 5min.at zeigt Enthüllung des Rosa-Wartinger-Wegs in Graz.
Enthüllung des Rosa-Wartinger-Wegs in Graz.

Nach Missbrauchsvorwürfen: Graz benennt Straße neu

Nachdem die Missbrauchsvorwürfe gegen Hermann Gmeiner immer lauter wurden, wurde jetzt eine Straße in Graz umbenannt. Damit soll gleichzeitig eine Pionierin im Einsatz gegen sexuelle Gewalt gewürdigt werden.

von Stella Sabitzer Das Bild auf 5min.at zeigt die Online-Redakteurin Stella Sabitzer von 5 Minuten Österreich.
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Enthüllt wurde die neue Straßentafel am vergangenen Montag. Damit wurde aus dem bisherigen Hermann-Gmeiner-Weg in Graz-Straßgang offiziell der Rosa-Wartinger-Weg. Gemeinsam mit Angehörigen, Wegbegleitern, Vertretern der Polizei und der Stadt Graz wurde damit das Lebenswerk einer außergewöhnlichen Grazerin gewürdigt.

Missbrauchsvorwürfe gegen Hermann Gmeiner

Umbenannt wurde die Straße nach einem einstimmigen Beschluss des Grazer Gemeinderats. Auslöser dafür sind die öffentlich bekannt gewordenen schweren Missbrauchsvorwürfe gegen den SOS-Kinderdorf-Gründer Hermann Gmeiner. Die Stadt Graz kam nach eingehender Prüfung zum Schluss, dass eine öffentliche Ehrung durch einen Straßennamen nicht länger aufrechterhalten werden kann.

„Wir müssen Verantwortung übernehmen“

„Straßennamen sind Ausdruck dessen, wen wir als Stadt sichtbar machen und würdigen. Wenn neue Erkenntnisse zeigen, dass eine Ehrung nicht mehr vertretbar ist, müssen wir Verantwortung übernehmen“, betont Vizebürgermeisterin Judith Schwentner (Die Grünen). „Gleichzeitig eröffnet sich die Möglichkeit, Persönlichkeiten in den Mittelpunkt zu rücken, deren Wirken Vorbildcharakter hat. Rosa Wartinger war eine solche Persönlichkeit.“

Wer war Rosa Wartinger?

Rosa Wartinger (1963–2023) war ausgebildete Sozialarbeiterin, eine der ersten Frauen bei der Grazer Kriminalpolizei und über Jahrzehnte Ansprechpartnerin für Betroffene sexualisierter Gewalt. Anders als viele Kollegen blieb sie bis zu ihrem Tod in diesem besonders fordernden Aufgabenbereich tätig und setzte sich mit großer Konsequenz für Aufklärung, Schutz und Unterstützung von Betroffenen ein. „Mit dem Rosa-Wartinger-Weg machen wir eine Frau sichtbar, die über Jahrzehnte für Betroffene da war, zugehört, unterstützt und aufgeklärt hat. Ihr Einsatz für Menschen in schwierigen Lebenssituationen verdient unsere Anerkennung und einen festen Platz im Gedächtnis dieser Stadt“, so Schwentner.

Hinweis: Dieser Beitrag wurde am 02.06.2026 um 14:37 Uhr aktualisiert
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