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Foto auf 5min.at zeigt die Personen in die Kamera lächeln.
Grazer mit niedrigem Einkommen können über den GraFo bis zu 3.000 Euro Förderung für berufliche Weiterbildungen bekommen.

Stadt Graz fördert Weiterbildung mit bis zu 3.000 Euro

Wer in Graz arbeitet und wenig verdient, kann sich mit dem GraFo weiterbilden lassen. Bis zu 3.000 Euro Förderung sind möglich, etwa für Ausbildungen zur Heimhilfe oder zum Busfahrer.

von Julia Waldhauser Teamfoto von 5min.at: Julia Waldhauser ist für die Online-Redaktion Graz tätig.
2 Minuten Lesezeit(362 Wörter)
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Wer arbeitet, soll von seiner Arbeit leben können. Gleichzeitig fehlt gerade Menschen mit niedrigem Einkommen oft das Geld, um sich beruflich weiterzubilden. Genau hier setzt der Grazer Fonds für Aufstieg und Entwicklung, kurz GraFo, an. Seit zehn Jahren unterstützt die Stadt Graz damit berufstätige Menschen, die sich neue Chancen aufbauen wollen. Im Jahr 2025 wurden bereits 706 Personen beraten. 106 von ihnen erhielten eine Qualifizierungsförderung. Besonders gefragt waren Aus- und Weiterbildungen in den Bereichen Sprache, Wirtschaft sowie Soziales und Erziehung.

Mehr Chancen im Job

Der aktuelle Bericht zeigt, dass die Unterstützung bei vielen Betroffenen konkret etwas verändert. 42 Prozent der Befragten gaben an, durch die Weiterbildung eine berufliche Verbesserung erreicht zu haben. 60 Prozent jener Personen verdienen mittlerweile mehr Gehalt. Sozialstadtrat Robert Krotzer (KPÖ) sieht darin einen wichtigen Auftrag der Stadt: „Wer trotz Arbeit schwer über die Runden kommt, hat wenig Spielraum für Weiterbildung. Genau deshalb braucht es öffentliche Unterstützung. Bildung und Qualifizierung dürfen nicht vom Kontostand abhängen“.

Foto auf 5min.at zeigt die Personen in die Kamera lächeln.
©Büro Krotzer
v.l.n.r.: Susanne Zurl-Meyer (ÖSB), Bettina Absenger (Sozialamt Graz), Katrin Hammer Kerstin Stangl (ÖSB), Robert Krotzer (Stadtrat Graz)

Vom Gastrojob zur Heimhilfe

Seit dem Start des Programms im Jahr 2015 konnten bereits 1.195 Personen über den GraFo eine berufliche Qualifizierung absolvieren. Viele nutzen die Förderung, um aus unsicheren oder schlecht bezahlten Jobs herauszukommen. Ein Beispiel ist eine Frau aus der Gastronomie, die mit Unterstützung des GraFo eine Ausbildung zur Heimhilfe begonnen hat. Auch ein Familienvater lässt sich zum Busfahrer ausbilden, um seiner Familie langfristig mehr Sicherheit bieten zu können. „Der GraFo ist für berufstätige Menschen da, die sich eine bessere Zukunft aufbauen wollen. Menschen, die arbeiten, Verantwortung übernehmen und trotzdem Unterstützung brauchen“, so Krotzer.

Bis zu 3.000 Euro

Aktuell stehen pro Person bis zu 3.000 Euro Förderung für beruflich wichtige Weiterbildungen zur Verfügung. Ansuchen können Personen zwischen 18 und 64 Jahren, die selbstständig oder unselbstständig erwerbstätig sind. Außerdem müssen sie seit mindestens sechs Monaten ihren Hauptwohnsitz in Graz haben und über ein niedriges Haushaltseinkommen verfügen. Bei Einzelpersonen liegt die Grenze bei 1.948 Euro netto. Anträge für die aktuelle Förderperiode können noch bis 4. Dezember 2026 gestellt werden. Infos gibt es unter www.graz.at/grafo.

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