Schöcklbach-Ausbau: Mehr Hochwasser-Schutz für den Grazer Norden
Mit dem Abschluss des vierten Bauabschnitts am Schöcklbach ist ein weiteres Hochwasserschutzprojekt im Grazer Norden fertiggestellt worden.
Mit der Fertigstellung des vierten Bauabschnitts am Schöcklbach ist ein weiterer wichtiger Teil des „Sachprogramms Grazer Bäche“ umgesetzt worden. Das gemeinsame Projekt von Bund, Land Steiermark und Stadt Graz soll die Bevölkerung im Grazer Norden künftig besser vor Hochwasser schützen und gleichzeitig die Radinfrastruktur sowie den ökologischen Zustand des Gewässers verbessern.
Deutlich höherer Schutz vor Hochwasser
Entlang der Radegunder Straße zwischen Rotmoosweg und der Grazer Stadtgrenze wurde der Schöcklbach auf einer Länge von rund 2,4 Kilometern ausgebaut. Durch die Verbreiterung des Bachbettes, zusätzliche Retentionsräume und weitere wasserbauliche Maßnahmen kann der Bach nun deutlich größere Wassermengen aufnehmen und ableiten. Damit wurde die Hochwassersicherheit im Bereich Andritz wesentlich verbessert. Die Maßnahmen sollen helfen, Schäden an Gebäuden und Infrastruktur bei Starkregenereignissen künftig zu reduzieren.
Naturraum ökologisch aufgewertet
Neben dem Hochwasserschutz spielte auch die ökologische Verbesserung des Gewässers eine zentrale Rolle. Durch die Aufweitung des Bachverlaufs entstanden naturnahe Uferbereiche und neue Lebensräume für Tiere und Pflanzen. Im Bereich des Puchleitnerweges wurde zudem eine sogenannte „Storchenwiese“ geschaffen. Neue Strukturen im Bachbett und zusätzliche Grünflächen sollen die Artenvielfalt fördern und den Naturraum langfristig stärken.
Breiterer und sichererer Radweg
Parallel zum Bachausbau wurde auch der Geh- und Radweg entlang des Schöcklbachs modernisiert. Die wichtige Verbindung im Grazer Norden wurde auf weiten Strecken deutlich verbreitert und bietet nun mehr Platz für Radfahrer und Fußgänger. Für zusätzliche Sicherheit sorgt ein modernes Beleuchtungssystem. Die Beleuchtung wird mittels Sensoren nur dann aktiviert, wenn sich Personen dem jeweiligen Abschnitt nähern. Dadurch soll einerseits die Sicht verbessert und andererseits die Belastung für Tiere und Insekten möglichst gering gehalten werden.
Millioneninvestitionen für die Zukunft
Für den Hochwasserschutz wurden insgesamt rund 8,3 Millionen Euro investiert. Zusätzlich floss etwa eine Million Euro in den Ausbau des Radwegs. Finanziert wurde das Projekt gemeinsam von Bund, Land Steiermark und Stadt Graz. Mit dem Abschluss des aktuellen Bauabschnitts sind die Arbeiten im Grazer Norden jedoch noch nicht beendet. Bereits jetzt laufen Planungen für weitere Maßnahmen, darunter ein zusätzliches Rückhaltebecken im Bereich des Annengrabens. Ziel ist es, den Hochwasserschutz in Andritz in den kommenden Jahren weiter auszubauen.