Skip to content
/ ©Foto Scania
Auf dem Foto von www.5min.at sieht man die Feuerwehr in Graz. Am Lendplatz Graz.
Die Grazer Berufsfeuerwehr muss sich auf wachsende Aufgaben einstellen. Eine größere Stadt, mehr Extremwetter und eine steigende Waldbrandgefahr stellen die Einsatzkräfte vor neue Herausforderungen.

Immer mehr Waldbrände und Einsätze: Grazer Feuerwehr schlägt Alarm

Die Grazer Berufsfeuerwehr steht vor wichtigen Investitionen. Die Feuerwache Süd ist in die Jahre gekommen, zugleich steigt die Waldbrandgefahr. Neue Fahrzeuge und bessere Infrastruktur sollen Graz künftig sicherer machen.

von Leema Mohsenzada-Slaje Auf dem Foto auf www.5min.at sieht man Leema Mohsenzada-Slaje.
2 Minuten Lesezeit(464 Wörter)
Wählen Sie 5min.at als bevorzugte Google-Quelle

Die Grazer Berufsfeuerwehr muss sich auf wachsende Aufgaben einstellen. Eine größere Stadt, mehr Extremwetter und eine steigende Waldbrandgefahr stellen die Einsatzkräfte vor neue Herausforderungen. Besonders die Feuerwache Süd rückt dabei in den Fokus. Dort stehen in den kommenden Jahren wichtige Investitionen an. Die Wache in der Alten Poststraße ist ein zentraler Standort der Grazer Berufsfeuerwehr. Sie wird unter anderem für die Ausbildung genutzt. Gleichzeitig zeigt sich dort deutlich, wo Handlungsbedarf besteht.

Auf dem Foto von www.5min.at sieht man die Grazer Feuerwehrwache Süd.
©Stadt Graz
Die Feuerwache Süd ist in die Jahre gekommen.

Feuerwache Süd in Graz braucht Modernisierung

Die Feuerwache Süd ist in die Jahre gekommen. Schulungsräume und Büros sind derzeit in einem Containerbau untergebracht. Auch der Übungsturm müsste erneuert werden. Für Feuerwehrstadtrat Manfred Eber (KPÖ) ist klar, dass die Stadt diesen Standort langfristig nicht vernachlässigen kann. Die Feuerwache Süd soll künftig nicht nur modernisiert, sondern auch stärker für den Katastrophenschutz genutzt werden. Geplant ist ein Katastrophenschutzlager, das gemeinsam mit anderen Einsatzorganisationen verwendet werden soll. Einen ersten Schritt hat die Stadt bereits gesetzt: Neben der bestehenden Wache wurde ein Grundstück angekauft.

Auf dem Foto von www.5min.at sieht man Manfred Eber von der Stadt Graz.
©Canva Montage/Foto Fischer
ür Feuerwehrstadtrat Manfred Eber (KPÖ) ist klar, dass die Stadt diesen Standort langfristig nicht vernachlässigen kann.

Waldbrandgefahr wird auch für Graz wichtiger

Ein weiteres großes Thema ist die zunehmende Gefahr von Waldbränden. Hitzeperioden, Trockenheit und Extremwetter machen Einsätze in unwegsamem Gelände wahrscheinlicher. Damit Brände in Waldstücken rasch und sicher bekämpft werden können, braucht die Grazer Berufsfeuerwehr passende Fahrzeuge. Genau hier sieht die Stadt Nachrüstbedarf. Künftig sollen Einsatzkräfte besser ausgerüstet sein, um auch schwer erreichbare Brandstellen zu bewältigen.

Feuerwehr soll mit wachsender Stadt Schritt halten

Einen fixen Zeitplan für die geplanten Investitionen gibt es derzeit nicht. Die Budgets sind angespannt, zudem steht Graz politisch vor wichtigen Entscheidungen. Dennoch betont Branddirektor Gernot Ranftl, dass die Feuerwehr mit der Stadt mitwachsen müsse. Die Berufsfeuerwehr hat ein klares Ziel: Mehr als 80 Prozent der Einsatzorte sollen weiterhin mit einer ersten Einheit in weniger als 8 Minuten nach dem Notruf erreicht werden. Diese schnelle Hilfe ist ein zentraler Sicherheitsfaktor für die Bevölkerung.

Neue Fahrzeuge und moderne Ausrüstung

In den vergangenen Jahren wurde bereits stark investiert. Die Feuerwache Ost wurde neu gebaut. Außerdem wurden 3 neue Drehleiterfahrzeuge angeschafft. Auch die Wasserrettung wurde modernisiert. Sie verfügt über ein neues Jetboot, das in einem neuen Bootshaus an der Mur stationiert ist. Diese Investitionen zeigen, wie breit das Einsatzspektrum der Grazer Berufsfeuerwehr geworden ist.

Mehr als 6.500 Einsätze in einem Jahr

Wie wichtig die Arbeit der Berufsfeuerwehr für Graz ist, zeigt die Einsatzbilanz. Im Vorjahr rückten die Einsatzkräfte zu 6.505 Einsätzen aus. Dabei wurden 716 Menschen gerettet. Auch Tiere waren häufig auf Hilfe angewiesen: 1.513 Mal war die Tierrettung im Einsatz. Bei Unwettern musste die Berufsfeuerwehr 220 Mal ausrücken.

Du hast einen #Fehler gefunden? Jetzt melden.
Mehr Interessantes