45 Millionen Euro: Rotes Kreuz eröffnet neue Zentrale in Graz
Mehr als 450 Mitarbeiter, eine moderne Leitstelle und Investitionen von 45 Millionen Euro: Das Rote Kreuz Steiermark schlägt in Graz ein neues Kapitel auf.
Für die meisten Menschen ist das Rote Kreuz dann da, wenn jede Minute zählt. Damit Hilfe künftig noch effizienter organisiert werden kann, wurde in Graz eines der größten Infrastrukturprojekte in der Geschichte der Organisation umgesetzt. Am Freitag wird die neue Landeszentrale des Roten Kreuzes Steiermark offiziell eröffnet. Der neue Standort in Graz-Puntigam vereint erstmals zahlreiche bisher verstreute Bereiche unter einem Dach, von der Einsatzkoordination über die Pflege bis hin zur Ausbildung künftiger Rettungskräfte.
Zehn Standorte werden zu einem Zentrum
Mit dem Neubau in der Herrgottwiesgasse endet ein jahrelanger Prozess der Zusammenführung. Insgesamt zehn bisher getrennte Standorte in Graz und der Steiermark wurden in der neuen Landeszentrale gebündelt. Auf einer Fläche von mehr als 17.000 Quadratmetern arbeiten künftig die wichtigsten operativen und administrativen Bereiche des Roten Kreuzes eng vernetzt zusammen. Herzstück des Gebäudes ist die modernisierte Rettungsleitstelle. Von hier aus werden künftig Einsätze koordiniert und Hilfsmaßnahmen gesteuert. Zusätzlich entstand ein umfangreiches Bildungs- und Ausbildungszentrum. Hier werden hauptberufliche Mitarbeiter, Freiwillige und Zivildiener geschult und auf ihre Einsätze vorbereitet. Auch der Blutspendedienst, das Jugendrotkreuz, die Pflege- und Betreuungsdienste sowie die sozialen Beratungsangebote sind künftig am neuen Standort untergebracht.
Mehr als 450 Menschen arbeiten hier
Über die Woche verteilt werden mehr als 450 Mitarbeiter in der neuen Landeszentrale tätig sein. Damit entsteht in Graz einer der wichtigsten Standorte des Roten Kreuzes in Österreich, ein Ort, an dem täglich Entscheidungen getroffen werden, die für tausende Menschen im ganzen Bundesland von Bedeutung sind. Beim Bau wurde auch auf ökologische Aspekte geachtet. Das Gebäude entstand auf einem naturnah gestalteten Areal mit Nist- und Brutflächen für Vögel und Insekten. Eine Regenwasserzisterne sowie eine rund 700 Quadratmeter große Photovoltaikanlage sollen den Betrieb möglichst nachhaltig gestalten. Die Kosten für das Großprojekt belaufen sich auf rund 45 Millionen Euro. Finanziert wurde die neue Landeszentrale zu gleichen Teilen vom Land Steiermark, der Stadt Graz und dem Roten Kreuz.