Oper Graz bekommt neue Chefin: Sie übernimmt ab 2028 die Intendanz
Die Entscheidung ist gefallen: Die Oper Graz bekommt ab 2028 eine neue Intendantin. Marlene Hahn kehrt an jenes Haus zurück, an dem sie bereits mehrere Jahre tätig war. Sie folgt auf Ulrich Lenz.
An der Spitze der Oper Graz steht ein Wechsel bevor. Marlene Hahn wird mit Beginn der Spielzeit 2028/29 neue Intendantin des Hauses. Die 41-jährige Musikdramaturgin ist in Graz keine Unbekannte: Bereits zwischen 2015 und 2022 arbeitete sie an der Oper Graz, bevor sie zur Oper Leipzig wechselte. Mit ihrer Rückkehr übernimmt sie die Leitung von Ulrich Lenz, dessen Vertrag mit Ende der Saison 2027/28 ausläuft.
Rückkehr an eine bekannte Wirkungsstätte
Für Marlene Hahn ist die Ernennung auch eine Rückkehr an einen vertrauten Ort. Sie war mehrere Jahre als Musikdramaturgin an der Oper Graz tätig und wirkte in dieser Zeit an zahlreichen Produktionen mit. Nach ihrem Wechsel an die Oper Leipzig sammelte sie weitere Erfahrungen im internationalen Opernbetrieb. Nun kehrt sie in neuer Funktion nach Graz zurück und übernimmt die künstlerische Leitung des Hauses.
Entscheidung nach umfangreichem Auswahlverfahren
Die Position stieß auf großes Interesse: Insgesamt 26 Bewerberinnen und Bewerber stellten sich dem Auswahlverfahren, darunter zehn Frauen und 16 Männer. Laut Aufsichtsratsvorsitzender Maria Großbauer überzeugte Hahn mit einem besonders starken Konzept. Auch Bühnen-Graz-Geschäftsführer Bernhard Rinner betonte, dass ihre Bewerbung inhaltlich und künstlerisch herausragte. Neben ihrer Arbeit an renommierten Opernhäusern bringt Hahn auch Erfahrung als künstlerische Leiterin des Augsburger Opernballs mit, Kenntnisse, die künftig auch bei Veranstaltungen wie der Grazer Opernredoute eine Rolle spielen könnten.
Vertrag von Ulrich Lenz endet 2028
Der bisherige Intendant Ulrich Lenz hatte die Oper Graz 2023 übernommen. Sein Vertrag endet planmäßig mit Abschluss der Saison 2027/28. Zuletzt konnte die Oper Graz mit Produktionen wie „Wozzeck“, „A Midsummer Night’s Dream“ und „Der Rosenkavalier“ sowohl Publikum als auch Kritiker überzeugen.