Skip to content
/ ©KS Engineers
Bild auf 5min.at zeigt eine Visualisierung der Bergla-Rendering
Bis zu 750 Tonnen grüner Wasserstoff sollen in Bergla pro Jahr für die Industrie produziert werden.

Grazer liefern größte Wasserstoff-Anlage des Landes

Energie Steiermark und das Grazer Tech-Unternehmen KS Engineers errichten in Bergla eine der größten Wasserstoffanlagen des Landes – ganz ohne Bauteile aus chinesischen Lieferketten.

von Nadia Alina Gressl Bild auf 5min.at zeigt Nadia Alina Gressl
1 Minute Lesezeit(249 Wörter)
Wählen Sie 5min.at als bevorzugte Google-Quelle

In St. Martin im Sulmtal: Die Energie Steiermark baut für rund 25 Millionen Euro den sogenannten „H2-Hub Bergla“, eine großindustrielle Anlage zur Erzeugung von grünem Wasserstoff. Bereits Ende 2027 soll der Standort in Vollbetrieb gehen. Das gesamte Know-how für die Planung und Umsetzung der Elektrolyse-Anlage stammt vom Grazer Spezialisten KS Engineers. Künftig sollen in Bergla jährlich bis zu 750 Tonnen grüner Wasserstoff hergestellt werden. Genutzt wird dieser unter anderem von der Wolfram Bergbau und Hütten AG, um schrittweise Erdgas und fossile Energieträger bei industriellen Prozessen zu ersetzen.

Technologischer Wandel und starke Partnerschaft

Für das 700 Mitarbeiter starke Grazer Unternehmen KS Engineers bedeutet das Projekt einen wichtigen Schritt. Nach jahrelanger Erfahrung in der Automotive-Prüftechnik überträgt man das Wissen nun auf eine industrielle Produktionsanlage. Als zentraler Partner steht das Stuttgarter Technologieunternehmen Bosch zur Seite, mit dem KS Engineers bereits bei Prüfanlagen kooperierte. Technisch setzt die Anlage auf eine PEM-Elektrolyse mit vier Stacks in der 1,25-Megawatt-Klasse. Die Aufteilung auf zwei getrennte Systeme ermöglicht es, den Betrieb selbst bei Wartungsarbeiten eingeschränkt weiterzuführen. Am Ende garantiert die Anlage eine H2-Reinheit von mindestens 99,99 Prozent.

Unabhängigkeit von China

Besonders im Fokus steht die Wertschöpfung: Auf chinesische Komponenten wird bei der Anlage verzichtet. Der eigentliche Elektrolyse-Stack wird etwa direkt aus dem Bosch-Werk im deutschen Bamberg zugeliefert. Ziel sei es, europäische Souveränität in strategischen Energiefragen aufzubauen und technologische Abhängigkeiten zu reduzieren.

Hinweis: Dieser Beitrag wurde am 02.08.2026 um 12:40 Uhr aktualisiert
Du hast einen #Fehler gefunden? Jetzt melden.
Mehr Interessantes