Trauer in Graz: Ehemaliger Bezirksrat und Gewerkschafter verstorben
Die KPÖ Graz trauert um Max Korp. Der langjährige Aktivist, Gewerkschafter und ehemalige Bezirksrat von Graz-Liebenau ist kurz vor seinem 75. Geburtstag verstorben.
Die KPÖ Graz hat den Tod ihres langjährigen Mitglieds Max Korp bekannt gegeben. Korp, der wenige Tage vor der Vollendung seines 75. Lebensjahres verstorben ist, war über Jahrzehnte in der kommunistischen Bewegung, in Gewerkschaften und verschiedenen Organisationen aktiv.
Engagement begann bereits in jungen Jahren
Max Korp wuchs in einer kommunistischen Arbeiterfamilie in Graz-Lend auf. Schon früh engagierte er sich in Jugendorganisationen der Arbeiterbewegung und war unter anderem bei Kinderland, der FÖJ sowie der KJÖ aktiv. Im Jahr 1972 trat Korp der KPÖ bei und blieb der Partei über viele Jahrzehnte verbunden.
Einsatz für Arbeitnehmer und Gewerkschaften
Bereits während seiner Lehrzeit im damaligen Puchwerk setzte sich Korp für gewerkschaftliche Anliegen ein. Später übernahm er auch Aufgaben als Betriebsrat, zunächst bei Steyr-Daimler-Puch in Graz-Thondorf und danach bei Magna Powertrain in Lannach. Auch im steirischen Gewerkschaftlichen Linksblock (GLB) war Korp in verschiedenen Funktionen tätig und engagierte sich für Arbeitnehmerinteressen. Von 2003 bis 2008 war er außerdem als Bezirksrat in Graz-Liebenau tätig.
Besonders wichtig waren ihm die Rechte von Kindern
Ein weiterer Schwerpunkt seines Engagements lag im Bereich Kinder- und Jugendarbeit. „Die Rechte der Kinder waren ihm ein besonderes Anliegen. Daher war er in der Organisation Kinderland aktiv, bekleidete bis 2001 die Funktion des stellvertretenden Landesobmannes und stellte eine Chronik der Organisation zusammen“, schreibt die KPÖ Graz in einem Nachruf.
Auch musikalisch aktiv
Neben seinem politischen und gewerkschaftlichen Engagement hatte Korp auch eine musikalische Seite. In den 1970er-Jahren war er Mitglied der Singegruppe „Roter Gamsbart“. Die KPÖ Graz würdigte ihn als Menschen, der sich über viele Jahre hinweg in unterschiedlichen Bereichen engagiert habe. Abschließend sprach die Partei seiner Ehefrau Annemarie ihr Mitgefühl aus: „Unser Mitgefühl gilt in dieser schweren Stunde seiner Frau Annemarie.“