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/ ©Austrian Airlines
Foto in Beitrag von 5min.at zeigt ein Flugzeug der Austrian Airlines.
Austrian Airlines (AUA) stellt die Flugverbindung zwischen Graz und Wien mit 24. Oktober 2026 ein.

Jetzt fix: AUA stellt Flugverbindung Graz-Wien ein

Die Entscheidung ist gefallen: Austrian Airlines stellt die Flugverbindung zwischen Graz und Wien mit 24. Oktober 2026 ein. Das Land Steiermark bedauert den Schritt, die AUA verweist auf wirtschaftliche Gründe.

von Anja Mandler
3 Minuten Lesezeit(684 Wörter)
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Die Spekulationen der vergangenen Tage haben sich bestätigt: Austrian Airlines (AUA) stellt die Flugverbindung zwischen Graz und Wien mit 24. Oktober 2026 ein. Die Lufthansa-Tochter begründet die Entscheidung mit der wirtschaftlichen Situation der Airline und den seit Jahren hohen Verlusten auf der Strecke.

AUA: Strecke seit Jahren hoch defizitär

Die Einstellung der Verbindung ist Teil einer umfassenden Anpassung des Winterflugplans. Austrian Airlines steht nach eigenen Angaben unter erheblichem wirtschaftlichem Druck. Allein im ersten Halbjahr 2026 schrieb die Fluggesellschaft laut Aussendung ein bereinigtes EBIT von minus 93 Millionen Euro. Verantwortlich dafür seien unter anderem massiv gestiegene Treibstoffkosten sowie die Auswirkungen der Krise im Nahen und Mittleren Osten mit zahlreichen Flugausfällen. Vor diesem Hintergrund zieht die Airline Konsequenzen. „Die bereits seit Jahren hoch defizitäre Verbindung zwischen Wien und Graz wird ab dem Winterflugplan eingestellt“, heißt es in einer Aussendung der Flulinie. Die Entscheidung sei nach sorgfältiger Abwägung der Auswirkungen auf den Wirtschaftsstandort Graz getroffen worden.

Mehr Flüge zu internationalen Drehkreuzen

Ganz ohne Ausgleich bleibt Graz laut AUA allerdings nicht. Die Lufthansa Group will das Angebot zu ihren wichtigsten Drehkreuzen ausbauen. Insgesamt soll es künftig 46 Flüge pro Woche nach Frankfurt, München und Zürich geben. „Punktuell wird auf den Verbindungen nach Frankfurt und München im Winterflugplan auch größeres Fluggerät eingesetzt, nach Zürich gibt es um zwei Verbindungen pro Woche mehr als im Winterflugplan 2025/26. Über AIRail besteht weiterhin die Anbindung an das internationale Streckennetz von Austrian Airlines ab Wien“, heißt es.

Land Steiermark bedauert das Aus der Flugstrecke

Die steirische Landesspitze bedauert diesen Schritt. Die Landeshauptstadt Graz und der Wirtschaftsstandort Steiermark werden dennoch über andere Drehkreuze verstärkt an das weltweite Luftverkehrsnetz angebunden. „Ich bedaure die vorzeitige Einstellung der Flugverbindung Graz – Wien mit 24. Oktober. Ursprünglich hätte diese Verbindung bis zur Inbetriebnahme des Semmering-Basistunnels aufrechterhalten werden sollen. Die mangelnde Auslastung dieser Flugverbindung ist neben den wirtschaftlichen Rahmenbedingungen wohl auch auf die hohe Flugabgabe von 30 Euro für Kurzstrecken zurückzuführen. Das sind rund 20 Prozent des durchschnittlichen Ticketpreises. Diese Situation zeigt aber auch, wie wichtig unsere Forderung nach der Koralmbahn-Haltestelle am Flughafen Graz ist. Alles was den Flughafen Graz attraktiver macht, stärkt auch den Standort Steiermark. Erfreulich ist, dass die AUA die gestrichene Flugverbindung durch verstärkte Anbindungen an andere internationale Drehkreuze wie Frankfurt, Zürich und München kompensieren wird. Ich werde mit den Stakeholdern des Flughafens Graz weitere Gespräche über dessen zukünftige Ausrichtung führen“, sagt Landeshauptmann Mario Kunasek. Landeshauptmann-Stv. Manuela Khom ergänzt: „Die Einstellung der Flugverbindung zwischen Graz und Wien ist ein herber Rückschlag. Gerade in einer Zeit, in der wir um Investitionen, Arbeitsplätze und internationale Wettbewerbsfähigkeit kämpfen, ist der Verlust einer solchen Verbindung das falsche Signal. Leistungsfähige Verkehrsanbindungen sind für ein international vernetztes Bundesland ein entscheidender Wettbewerbsfaktor. Umso wichtiger ist es jetzt, den Flughafen Graz langfristig zu sichern. Mit dem Wegfall der Flugverbindung gewinnt die Flughafen-Haltestelle der Koralmbahn zusätzlich an Bedeutung – und mit der Fertigstellung des Semmering-Basistunnels wird sie endgültig zu einem entscheidenden Standortfaktor. Denn die Steiermark wird damit noch stärker an die wichtigsten Wirtschafts- und Verkehrsachsen Österreichs angebunden. Die Zukunft der Mobilität darf nicht am Flughafen Graz vorbeifahren. Jetzt braucht es keine weiteren ministeriellen Ausweichmanöver, sondern ein klares Bekenntnis des Verkehrsministers zur Umsetzung der Flughafen-Haltestelle. Ich bin überzeugt: Der Flughafen Graz hat das Potenzial, sich als Alpen-Adria-Flughafen zu etablieren und weit über die Steiermark hinaus an Bedeutung zu gewinnen. Dafür braucht es eine moderne Anbindung an das überregionale Schienen- und Straßennetz.“

Dieses Flugangebot wird ausgebaut

Trotz des Wegfalls der Wien-Verbindung gibt es für den Flughafen Graz eine Kompensation: Die Lufthansa Group erweitert ihr Angebot auf den wichtigsten internationalen Drehkreuzverbindungen und stärkt damit die weltweite Anbindung der Steiermark. Ab November 2026 wird das Flugangebot wie folgt ausgebaut: Graz – Frankfurt: rund 25 Prozent mehr Sitzplätze durch den verstärkten Einsatz von Airbus A319/A320. Graz – München: rund 10 Prozent mehr Kapazität. Graz – Zürich: Ausbau von fünf auf sieben Flüge pro Woche.

Hinweis: Dieser Beitrag wurde am 04.08.2026 um 14:43 Uhr aktualisiert
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