Hitzewelle in Graz: NEOS fordern kühlere Öffis und schattige Haltestellen
Die anhaltende Hitzewelle bringt das Thema klimatisierte öffentliche Verkehrsmittel erneut auf die politische Agenda. Die Grazer NEOS sprechen sich für einen schnelleren Ausbau von klimatisierten Bussen und Straßenbahnen aus.
Während neue Straßenbahnen bereits mit moderner Ausstattung unterwegs sind, verfügen ältere Garnituren laut den NEOS häufig über keine Klimaanlage. Gerade an besonders heißen Tagen würden diese Fahrzeuge für Fahrgäste zur Belastung. Die künftige Grazer Gemeinderätin Verena Garber betont, dass hohe Temperaturen vor allem für ältere Menschen, Kinder und andere besonders gefährdete Gruppen problematisch sein können. „Extreme Hitze ist gerade für ältere Menschen, Kinder und andere vulnerable Gruppen gefährlich“, sagt Garber. Deshalb müsse gewährleistet sein, dass der öffentliche Verkehr auch während Hitzewellen für alle Menschen nutzbar bleibe. Nach Ansicht der NEOS verschärfe sich die Situation vor allem zu Stoßzeiten. Wenn viele Menschen in nicht klimatisierten Fahrzeugen unterwegs seien, würden Hitze und schlechte Luftqualität zusätzlich zunehmen. „Gerade am späteren Nachmittag werden nicht klimatisierte Öffis oft unerträglich heiß“, so Garber.
Ältere Straßenbahnen noch länger im Einsatz
Die Partei weist darauf hin, dass der Austausch der Fahrzeugflotte nicht sofort abgeschlossen sein wird. Zwar kommen laufend neue Straßenbahnen hinzu, ältere Modelle werden aber voraussichtlich noch einige Zeit im Grazer Verkehrsnetz unterwegs sein. Die NEOS fordern daher, die Maßnahmen zur Klimatisierung zu beschleunigen und sich nicht ausschließlich auf die langfristige Erneuerung der Flotte zu verlassen.
Forderung nach mehr Hitzeschutz bei Haltestellen
Auch bei den Wartebereichen sehen die NEOS Verbesserungsmöglichkeiten. Robert Reif, Verkehrssprecher der NEOS im steirischen Landtag, verweist darauf, dass nicht nur Fahrzeuge, sondern auch Haltestellen stärker an die steigenden Temperaturen angepasst werden müssten. „Erträgliche Temperaturen sind Grundvoraussetzung für eine Attraktivierung öffentlicher Verkehrsmittel“, erklärt Reif. Besonders Haltestellen in der prallen Sonne würden für wartende Fahrgäste eine zusätzliche Belastung darstellen. Aus Sicht der NEOS brauche es daher weitere Investitionen von Land und Gemeinden. „Öffi-Fahren darf an Hitzetagen keine Belastung sein“, so Reif.