Große Aufgabe für Sturm: Nach 0:2 in Istanbul muss in Graz die Wende her
Sturm Graz steht in der Champions-League-Qualifikation mit dem Rücken zur Wand. Die Grazer verloren das Hinspiel der dritten Qualifikationsrunde bei Fenerbahçe Istanbul mit 0:2 und benötigen nun am Dienstag eine starke Aufholjagd.
Vor rund 45.000 lautstarken Fans im Şükrü Saracoğlu Stadion erwischte Fenerbahçe den besseren Start. Die Hausherren kombinierten sich immer wieder gefährlich nach vorne und belohnten sich bereits nach zehn Minuten: Anderson Talisca schloss einen sehenswerten Angriff mit einem kraftvollen Treffer zum 1:0 ab. Sturm fand zunächst nur schwer ins Spiel, stabilisierte sich danach aber defensiv. Die Mannschaft von Trainer Fabio Ingolitsch ließ dem türkischen Spitzenclub in der Folge weniger Räume und hielt das Ergebnis lange offen. Die beste Möglichkeit vor der Pause vergab Seedy Jatta, der eine Hereingabe von JP Hödl nicht entscheidend verwerten konnte. Kurz vor dem Halbzeitpfiff schlug Fenerbahçe jedoch erneut zu. Nach einer kurz abgespielten Ecke zog Mason Greenwood aus der Distanz ab und erhöhte auf 2:0.
Sturm wird mutiger, belohnt sich aber nicht
Nach dem Seitenwechsel präsentierten sich die Grazer deutlich offensiver. Mit höherem Pressing versuchten die Steirer, Fenerbahçe früher unter Druck zu setzen und Ballgewinne in gefährliche Angriffe umzuwandeln. Jatta sorgte kurz nach Wiederbeginn erstmals für Gefahr, sein Abschluss wurde jedoch in letzter Sekunde von Milan Škriniar geblockt. Wenig später brachte ein Eckball Unruhe in den Strafraum der Gastgeber, doch der Ball fand keinen Abnehmer. Auch Sommerneuzugang Nelson Weiper hatte den Anschlusstreffer auf dem Fuß. Sein Schuss strich allerdings knapp am Tor vorbei. In der Schlussphase fehlten den Grazern nur Zentimeter, als Weiper nach starker Vorarbeit von Kayombo eine Hereingabe knapp verpasste.
Khudyakov verhindert höhere Niederlage
Während Sturm auf den ersten Treffer drängte, musste Torhüter Daniil Khudyakov mehrfach eingreifen. Mit zwei starken Paraden hielt der Schlussmann seine Mannschaft im Spiel und verhinderte einen noch deutlicheren Rückstand. Kurz vor dem Schlusspfiff rettete zudem Jon Gorenc Stanković in höchster Not.
Ingolitsch sieht Unterschiede in der Qualität
Trainer Fabio Ingolitsch sprach nach dem Spiel von einer erwartbar schwierigen Aufgabe. Ausschlaggebend sei vor allem die individuelle Klasse des türkischen Spitzenklubs gewesen, der seine Chancen konsequent genutzt habe. Gleichzeitig hob der Sturm-Coach hervor, dass seine Mannschaft nach der Pause eine deutliche Leistungssteigerung gezeigt habe und trotz des Rückstands nie auseinandergebrochen sei. Diese zweite Halbzeit mache Mut für das Rückspiel in Graz.
Rückspiel in Liebenau soll Wende bringen
Trotz der 0:2-Niederlage ist die Hoffnung auf den Aufstieg bei den Grazern noch nicht aufgegeben. Im Rückspiel am Dienstag in Liebenau will Sturm mutiger auftreten und die Unterstützung der heimischen Fans nutzen, um das Duell noch einmal spannend zu machen. Zuvor wartet am Samstag in der Bundesliga das Auswärtsspiel beim TSV Hartberg.