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/ ©Fischer/Sammlung GAK 1902
Foto auf 5min.at zeigt Karl Philipp vom GAK.
Der GAK trauert um Karl Philipp. Der frühere Spieler, Trainer und langjährige Wegbegleiter des Fußballs ist mit 76 Jahren verstorben.

Trauer beim GAK: Vereinslegende mit 76 Jahren tot

Beim GAK in Graz herrscht Trauer: Karl Philipp ist im Alter von 76 Jahren verstorben. Zwölf Jahre lang trug er das Trikot der Rotjacken, später kehrte er als Trainer zurück.

von Julia Waldhauser Teamfoto von 5min.at: Julia Waldhauser ist für die Online-Redaktion Graz tätig.
2 Minuten Lesezeit(470 Wörter)
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Eine Nachricht trifft die GAK-Familie an diesem Samstag, dem 29. August, besonders schwer. Wie der Verein aus dem Umfeld von Karl Philipp erfahren hat, ist der langjährige Spieler und Trainer im Alter von 76 Jahren verstorben. Zwischen 1968 und 1980 lief Philipp für die Rotjacken auf und wurde über viele Jahre zu einem prägenden Teil der Mannschaft. 270 Erstligaspiele absolvierte er für den GAK, dazu kamen 21 Einsätze in der Zweitligasaison 1974/75. Insgesamt erzielte er 34 Tore. Profi war Philipp dabei nie: Neben dem Fußball arbeitete er weiterhin als Bankangestellter.

Früh fiel er auf

Seinen Anfang nahm Philipps Fußballweg im Südburgenland. Geboren wurde er am 5. Februar 1950, bereits als Jugendlicher spielte er für den SV Hannersdorf. Mit 15 Jahren schaffte er den Sprung in die erste Mannschaft. Seine technischen Fähigkeiten machten früh Eindruck, auch in der burgenländischen Landesauswahl kam er immer wieder zum Einsatz. Schließlich wurde der GAK auf den Offensivspieler aufmerksam. Damit begann ein Kapitel, das Philipp über viele Jahre mit Graz verbinden sollte.

Entscheidende Tore

Auf dem Platz war Philipp vor allem am linken Flügel zu Hause. Seine Stärke lag jedoch nicht nur im Toreschießen, sondern darin, das Spiel zu gestalten. Rückblickend sagte er selbst über seine Zeit beim GAK: „Ich habe nicht sehr viele Tore für den GAK geschossen, aber meistens waren es entscheidende Tore. Ich wäre eher als Spielmacher zu bezeichnen.“ Seine spielerischen Gustostückerln sorgten laut GAK auch bei Gegnern immer wieder für Anerkennung. 1978 gehörte Philipp sogar zum erweiterten Kader für die Fußball-WM. Er selbst sah sich dort allerdings nicht – der Verein beschreibt ihn als seinen eigenen größten Kritiker.

Zurück als Trainer

Nach seinem Abschied vom GAK führte ihn der Fußball weiter durch zahlreiche Vereine. Philipp arbeitete unter anderem beim ESK, in Hannersdorf, Deutschlandsberg, Jennersdorf, Feldbach und beim SV Neuberg als Spielertrainer oder Trainer. 1989 kehrte er schließlich zu den Athletikern zurück. Gemeinsam mit Walter Koleznik war er für die sportlichen Geschicke verantwortlich, als beim GAK unter Obmann Peter Tabor der sogenannte „steirische Weg“ eingeschlagen wurde. Im Oktober 1989 wurde Philipp von Adi Pinter abgelöst. Später beklagte er rückblickend, mit der jungen Mannschaft nicht genügend Zeit bekommen zu haben.

Fußball bis zuletzt

Ganz losgelassen hat Karl Philipp der Fußball danach nie. Er blieb dem Sport als Trainer und später als sportlicher Berater verbunden. Auch über die Traditionsmannschaft GAK’61 hielt er Kontakt zu jenem Verein, für den er einst Hunderte Spiele bestritten hatte. Nun nimmt der GAK Abschied von einem Mann, der viele Jahre seiner Geschichte mitgeschrieben hat. Der Verein schreibt: „Wir verneigen uns vor einem großen Sportler und Menschen! Die Gedanken der GAK-Familie sind bei seinen Angehörigen und Freunden.“

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