„Alibipässe“: Kunasek übt Kritik an Grazer Stadionplänen
In der Debatte um die Zukunft des Grazer Stadions in Liebenau erhöht Landeshauptmann Kunasek den Druck auf die Stadt. Er vermisst klare Entscheidungen und fordert einen gemeinsam mit den Grazer Fußballklubs erarbeiteten Plan.
Wie geht es mit dem Stadion in Liebenau weiter? Die Zukunft der Grazer Fußballarena sorgt weiterhin für Diskussionen. Nun nimmt der steirische Landeshauptmann Mario Kunasek (FPÖ) die Grazer Stadtregierung in die Pflicht. Aus seiner Sicht fehlt nach wie vor eine klare Entscheidung darüber, wie die notwendige Modernisierung des Stadions umgesetzt werden soll.
Kritik an fehlenden Entscheidungen
Im Sommergespräch mit der APA zeigte sich Kunasek unzufrieden mit dem bisherigen Verlauf der Stadiondebatte. Seit längerer Zeit werde über eine Modernisierung gesprochen, einen konkreten Beschluss der Stadt gebe es allerdings weiterhin nicht. Dabei nimmt der Landeshauptmann auch die vergangenen eineinhalb Jahre nicht aus seiner Kritik aus. Aus seiner Sicht fehle es vonseiten der Stadt Graz an einem eindeutigen Bekenntnis zur Zukunft des Stadions.
„Alibipässe“ statt konkreter Schritte
Kunasek erwartet deshalb nun einen konkreten Vorstoß der Stadt. Die bisherigen Schritte bezeichnete er gegenüber der APA sinngemäß als wenig zielführend und sprach von „Alibipässen“. Seiner Ansicht nach müsse die Stadt zunächst selbst ihre Hausaufgaben erledigen. Schließlich befindet sich das Stadion in Liebenau im Eigentum der Stadt Graz und nicht des Landes Steiermark.
Sturm und GAK sollen eingebunden werden
Für Kunasek steht fest, wie der nächste Schritt aussehen sollte: Die Stadt müsse gemeinsam mit den beiden Grazer Fußballvereinen SK Sturm Graz und GAK ein umfassendes Konzept erarbeiten. Dieses müsse konkrete Antworten darauf liefern, wie die Modernisierung des Stadions aussehen und umgesetzt werden soll. Erst wenn ein solcher Plan vorliege, könne die Stadt damit an das Land herantreten und um finanzielle beziehungsweise politische Unterstützung bitten. Damit liegt der Ball aus Sicht des Landeshauptmanns derzeit klar bei der Grazer Stadtregierung. Eine endgültige Lösung für die Zukunft des Stadions in Liebenau steht weiterhin aus.