Stadion-Debatte in Graz: „Braucht endlich Lösungen“
In Graz geht die Debatte um die Modernisierung des Stadions in Liebenau weiter. SPÖ-Klubobmann Hannes Schwarz kritisiert das Vorgehen von Land und Stadt und fordert eine gemeinsame Lösung.
Für SPÖ-Klubobmann Hannes Schwarz ist der aktuelle Streit um die Modernisierung des Grazer Stadions ein „bequemes Versteckspiel auf dem Rücken der Fans und der Vereine“. Er wirft Landeshauptmann Mario Kunasek und Bürgermeisterin Elke Kahr vor, in der Stadionfrage nicht gemeinsam an einer Lösung zu arbeiten. Aus seiner Sicht werde die Verantwortung zwischen Land und Stadt hin- und hergeschoben.
Vorwurf an beide
Schwarz übt dabei an beiden Seiten deutliche Kritik. „Was Mario Kunasek und Elke Kahr in dieser Frage eint: Beide handeln rein parteipolitisch, schieben sich gegenseitig die Schuld zu und sind nicht bereit, ernsthaft an einer gemeinsamen Lösung zu arbeiten. Mario Kunasek flüchtet sich wie gewohnt aus der Verantwortung und teilt von der Tribüne aus gegen die Stadt aus, während im Rathaus gemauert wird“, stellt Schwarz klar.
Kein Spielball
Das Stadion in Liebenau dürfe nach Ansicht des SPÖ-Klubobmanns nicht länger zum politischen Spielball zwischen Land und Stadt werden. Schwarz fordert stattdessen, die Beteiligten zusammenzubringen. Dabei nimmt er vor allem den Landeshauptmann in die Pflicht. Kunasek müsse aus Sicht von Schwarz Stadt und Vereine an einen Tisch holen.
Schwarz fordert Lösung
Für Schwarz steht fest, dass die Debatte nicht bei gegenseitigen Vorwürfen stehen bleiben dürfe. „Graz braucht endlich eine moderne Arena – für die Stadt, für die Fans und für unsere Vereine. Ein Landeshauptmann darf nicht nur Ratschläge verteilen oder Schuldige suchen. Herr Kunasek muss jetzt Führung übernehmen und eine Lösung herbeiführen“. Damit fordert der SPÖ-Klubobmann ein Ende des politischen Streits rund um das Grazer Stadion.