Champions League: Graz99ers starten gegen Schweizer Meister
Für die Graz99ers beginnt am Donnerstag das zweite Champions-League-Abenteuer der Klubgeschichte. Zum Auftakt wartet mit Fribourg-Gottéron gleich der amtierende Schweizer Meister.
Für die Moser Medical Graz99ers wird es am Donnerstag international ernst: Um 18.30 Uhr empfangen die Grazer den HC Fribourg-Gottéron zum Auftakt der Champions Hockey League. Sieben Jahre nach dem ersten Auftritt in der CHL wollen die 99ers diesmal nicht nur Erfahrungen sammeln. „Nur des Erlebnisses wegen spielen wir nicht mit“, betont Sportdirektor Philipp Pinter. Die Grazer wollen auch gegen Europas Topklubs konkurrenzfähig sein.
Gute Vorbereitung gegen starke Gegner
Die bisherige Vorbereitung verlief mit zwei Siegen und drei Niederlagen durchwachsen. Für Pinter hatte die Auswahl der Gegner aber einen klaren Vorteil: Die 99ers konnten sich bereits gegen starke Mannschaften beweisen. Auch personell soll sich die Situation vor dem Auftakt verbessern. Torhüter Maxime Lagacé kehrt nach Graz zurück, Frank Hora könnte nach überstandenen Visaformalitäten sein Saisondebüt feiern. Ob Clay Hanus und Nico Brunner nach ihren Verletzungen eingesetzt werden können, entscheidet sich kurzfristig.
Schweizer Meister mit NHL-Erfahrung
Mit Fribourg-Gottéron wartet allerdings ein Gegner von internationalem Format. Der Klub holte im Frühjahr erstmals die Schweizer Meisterschaft und setzte sich in einer dramatischen Finalserie gegen den HC Davos durch. Im Kader finden sich zahlreiche aktuelle oder ehemalige Nationalspieler. Christoph Bertschy bringt bereits 140 Länderspiele mit, dazu kommen Spieler mit reichlich NHL-Erfahrung: Henrik Borgström absolvierte 111 NHL-Partien, Marcus Sörensen kam auf 250 Einsätze in der besten Liga der Welt. Auch Anthony Richards verfügt über NHL-Erfahrung.
99ers wollen den Favoriten „ärgern“
Graz-Coach Dan Lacroix weiß um die schwierige Aufgabe. Gerade für die jüngeren Spieler sei das Duell eine wichtige Möglichkeit, sich auf höchstem Niveau zu beweisen. Gleichzeitig will man sich nicht ausschließlich nach dem Gegner richten. Auch Sportdirektor Pinter erwartet ein extrem schnelles und technisch starkes Spiel. Die Qualität des Schweizer Meisters sei für viele möglicherweise zunächst schwer einzuschätzen. Sein Ziel für den Auftakt ist dennoch klar: „Vielleicht können wir sie ja ein wenig ärgern.“