Steirischer Ex-Politiker soll 13-Jährige missbraucht haben
Gegen einen ehemaligen steirischen Politiker wurde Anklage erhoben. Ihm wird vorgeworfen, im Jahr 2021 eine damals 13-jährige Schülerin schwer sexuell missbraucht zu haben.
Gegen einen ehemaligen steirischen Politiker liegt nach dem mutmaßlichen schweren sexuellen Missbrauch einer damals 13-jährigen Schülerin nun eine Anklage vor. Die Staatsanwaltschaft Graz wirft dem Mann laut einem Bericht der Kronenzeitung schweren sexuellen Missbrauch von Unmündigen vor.
50 Euro Schein: Ex-Politiker soll 13-Jährige missbraucht haben
Laut Anklage soll der damalige Politiker das Mädchen demnach bereits im Sommer 2021 über eine Online-Plattform kontaktiert und in eine Wohnung in der Grazer Innenstadt gelockt haben. Dort soll es zu sexuellen Handlungen gekommen sein – obwohl das Mädchen dem Mann laut Ermittlungen sein Alter genannt haben soll. Nach der Tat soll der Angeklagte dem Mädchen außerdem 50 Euro als „Bezahlung“ übergeben haben. Die Ermittler konnten den Verdächtigen unter anderem durch eine Bargeldbehebung sowie weitere digitale Auswertungen überführen.
15 Jahre Haft drohen
Die Anzeige erfolgte erst einige Jahre später. Das Opfer soll bei der Polizei angegeben haben, zuvor nicht in der Lage gewesen zu sein, über das Erlebte zu sprechen. Im Zuge der Ermittlungen wurde ein psychiatrisches Gutachten erstellt. Dieses kam laut Staatsanwaltschaft zum Ergebnis, dass das Mädchen durch die Tat nachhaltig psychisch beeinträchtigt wurde. Die Staatsanwaltschaft Graz hat inzwischen Anklage wegen schweren sexuellen Missbrauchs von Unmündigen eingebracht. Dem Angeklagten droht im Falle einer Verurteilung eine Freiheitsstrafe von fünf bis 15 Jahren. Die Anklage ist derzeit noch nicht rechtskräftig. Bis zu einer rechtskräftigen Verurteilung gilt zudem die Unschuldsvermutung.