Sturm Graz vor Europa-League-Auftakt: „Ganz klarer Außenseiter“
Sturm Graz startet am Mittwochabend in die Europa-League-Ligaphase. Zum Auftakt wartet mit Stade Rennes ein formstarker Gegner aus Frankreich. Trainer Fabio Ingolitsch sieht seine Mannschaft dabei klar in der Außenseiterrolle.
Um 21 Uhr wird es im Stadion Graz-Liebenau ernst: Sturm Graz empfängt Stade Rennes zum ersten Spiel der neuen Europa-League-Ligaphase. Für die Schwoazn ist es bereits die sechste Europacup-Teilnahme in Folge. Die Franzosen reisen mit viel Selbstvertrauen nach Graz. Rennes ist nach vier Runden in der Ligue 1 noch ungeschlagen. Zum Saisonstart holte die Mannschaft ein 2:2 gegen Paris Saint-Germain, zuletzt folgte ein 1:0-Heimsieg gegen Olympique Marseille. Sturm-Trainer Fabio Ingolitsch erwartet deshalb eine schwierige Aufgabe. „Wir sind ganz klarer Außenseiter“, erklärte der 34-Jährige.
Rennes mit viel Qualität
Besonders die technische Stärke und das Spiel mit dem Ball machen den französischen Klub für Ingolitsch gefährlich. Dazu komme eine hohe individuelle Qualität und körperliche Präsenz. Rennes könne deshalb in praktisch allen Bereichen Probleme bereiten. Ein Spieler steht dabei besonders im Fokus: Estéban Lepaul. Der Angreifer hat in dieser Saison bereits drei Treffer erzielt. In der vergangenen Spielzeit war der Franzose mit 21 Toren Torschützenkönig der Ligue 1. Rennes ist zudem für seine Nachwuchsarbeit bekannt. Unter anderem entwickelten sich Ousmane Dembélé, Eduardo Camavinga und Désiré Doué beim Klub zu internationalen Topspielern.
Sturm mit Herausforderungen im Angriff
Die Grazer gehen allerdings ebenfalls mit einem Erfolgserlebnis in das Duell. Am Sonntag setzte sich Sturm in Liebenau mit 2:1 gegen den LASK durch. Für die Vorbereitung auf den Europacup-Gegner blieb danach allerdings nur wenig Zeit. Zusätzlich erschwert eine angespannte Personalsituation in der Offensive die Aufgabe. Seedy Jatta, Leon Grgic und Nelson Weiper fallen verletzt aus. Axel Kayombo und Szymon Wlodarczyk wurden nicht für die Europa League nominiert. Neuzugang Oumar Diakité ist zudem noch keine Option für die Startelf. Auch hinter Otar Kiteishvili steht noch ein Fragezeichen. Jon Gorenc Stankovic hingegen meldete sich nach seiner Verletzung wieder fit. Trotz der schwierigen Ausgangslage will Sturm die Partie nicht bereits vor dem Anpfiff abschreiben. Ingolitsch sieht Chancen, wenn seine Mannschaft die richtigen Momente erwischt und Rennes aus seinem gewohnten Spiel bringt. Für Sturm ist es das erste Duell mit Rennes überhaupt.