Skip to content
/ ©Lunghammer - TU Graz
Harald Kainz, ehemaliger Rektor der TU Graz, verabschiedet sich mit seiner Emeritierungsvorlesung.
Harald Kainz, ehemaliger Rektor der TU Graz, verabschiedet sich mit seiner Emeritierungsvorlesung.

Abschied mit „panta rhei“: Ehemaliger TU-Rektor hält letzte Vorlesung

Zwölf Jahre lang stand Harald Kainz als Rektor an der Spitze der TU Graz. Am 1. Oktober verabschiedet er sich mit seiner Emeritierungsvorlesung.

von Anja Mandler
2 Minuten Lesezeit(391 Wörter)
Wählen Sie 5min.at als bevorzugte Google-Quelle

Ein prägendes Kapitel an der TU Graz geht zu Ende: Der ehemalige Rektor Harald Kainz verabschiedet sich mit 1. Oktober 2026 in den Ruhestand. Unter dem Titel „panta rhei“ – übersetzt „alles fließt“ – hält der Bauingenieur um 17 Uhr seine Emeritierungsvorlesung in der Aula der TU Graz. Vorgestellt wird Kainz dabei von Altrektor Hans Sünkel und dem amtierenden Rektor Horst Bischof.

Zwölf Jahre Rektor der TU Graz

Kainz stand von 2011 bis 2023 insgesamt zwölf Jahre an der Spitze der Grazer Universität – länger als jeder Rektor vor ihm. In dieser Zeit setzte er nach Angaben der TU Graz unter anderem Schwerpunkte bei Internationalisierung, Digitalisierung und Nachhaltigkeit. Zudem wurden die Infrastruktur und die interdisziplinäre Forschung ausgebaut und Kooperationen mit anderen Universitäten, Forschungseinrichtungen und Unternehmen intensiviert. Auch der Masterplan, mit dem die TU Graz ihre Klimaneutralität vorantreiben will, entstand während seiner Amtszeit.

Seit den 1980er-Jahren mit TU Graz verbunden

Die Verbindung von Kainz mit der Universität reicht allerdings wesentlich weiter zurück. Nach seinen Studien des Bauingenieurwesens und des Wirtschaftsingenieurwesens im Bauwesen begann er 1984 als Universitätsassistent am Institut für Siedlungswasserwirtschaft. 1990 promovierte er. Danach wechselte er für zehn Jahre in die Wirtschaft und war unter anderem acht Jahre Geschäftsführer der Umwelttechnik Wien. In dieser Zeit arbeitete er an internationalen Infrastrukturprojekten mit. Dazu gehörten Planungen für die Großkläranlage Wien und weitere Anlagen in Städten wie München, Zagreb und Budapest. Im Jahr 2000 folgte die Rückkehr nach Graz. Kainz wurde Universitätsprofessor für Siedlungswasserwirtschaft und Landschaftswasserbau. Vier Jahre später übernahm er das Amt des Dekans der Fakultät für Bauingenieurwissenschaften. 2007 wurde er Vizerektor für Infrastruktur sowie Informations- und Kommunikationstechnologien, bevor er 2011 schließlich Rektor wurde.

Ruhestand ohne Stillstand

Ganz zurückziehen will sich Kainz mit seiner Emeritierung allerdings nicht. Neben mehr Zeit für seine sechs Enkelkinder sowie Tennis und Golf will er sich weiterhin Forschungsprojekten und verschiedenen Funktionen widmen. Unter anderem ist er Mitglied der Gründungskommission der Technischen Universität Nürnberg und Vorsitzender des wissenschaftlichen Beirates der Österreichischen Forschungsgemeinschaft. Auch beim Grundwasserschutzprogramm Steiermark sowie in mehreren Vereinen bleibt Kainz weiterhin aktiv. Seine Emeritierungsvorlesung findet am Donnerstag, dem 1. Oktober, um 17 Uhr in der Aula der TU Graz in der Rechbauerstraße 12 statt.

Du hast einen #Fehler gefunden? Jetzt melden.
Mehr Interessantes