Surfwelle im Grazer Volksgarten: So steht es um das Millionenprojekt
Die geplante Surfwelle im Grazer Volksgarten macht den nächsten Schritt im Behördenverfahren. Gebaut wird sie vorerst aber nicht: Für die rund 1,9 Millionen Euro teure Umsetzung müsste zunächst ein Sponsor gefunden werden.
Am 7. Oktober findet die wasserrechtliche Verhandlung für die geplante Surfwelle im Mühlgang statt. Konkret geht es um den Bau einer verstellbaren Fließgefällestufe, mit der eine statische Welle erzeugt werden soll. Auch ein Betriebscontainer und Außenanlagen sind Teil des Vorhabens. Die Verhandlung bedeutet allerdings noch keine Entscheidung über den tatsächlichen Bau. Das Behördenverfahren wird damit lediglich weitergeführt.
Planung bereits beschlossen
Die Stadt Graz hatte die Planung für eine Surfwelle am Mühlgang bereits 2024 einstimmig beschlossen. Ursprünglich war eine Lösung an der Mur vorgesehen. Untersuchungen ergaben jedoch, dass der Mühlgang im Volksgarten technisch geeigneter und deutlich kostengünstiger wäre. Die bestehende Steuerungsanlage sorgt dort zudem für eine vergleichsweise konstante Wasserführung. Geplant ist nicht nur die Welle selbst. Zum Projekt gehören unter anderem ein Betriebs- und Vereinsgebäude, Umkleiden, Toiletten, Aufenthaltsbereiche und eine öffentliche Durchwegung.
Stadt will derzeit nicht bauen
Die geschätzten Errichtungskosten liegen bei rund 1,9 Millionen Euro. Angesichts der angespannten Grazer Budgetsituation hat die Stadt derzeit jedoch keine Umsetzung aus eigenen Mitteln vorgesehen. Vizebürgermeisterin Judith Schwentner erklärt dazu, die Stadt werde die bereits begonnene und finanzierte Planung sowie die notwendigen Behördenverfahren abschließen. Für die tatsächliche Umsetzung brauche es anschließend eine entsprechende Finanzierung. Damit könnte das Projekt realisiert werden, wenn sich ein Sponsor findet, der die Kosten übernimmt. Zusätzlich wäre eine politische Entscheidung über die Umsetzung notwendig.
Zukunft von geplanter Grazer Surfwelle ungewiss
Die Surfwelle ist als Teil einer größeren Weiterentwicklung des Volksgartens gedacht. Sie soll den Park um ein zusätzliches Sport- und Freizeitangebot ergänzen. Mit dem Abschluss des wasserrechtlichen Verfahrens könnte damit ein wesentlicher Teil der Voraussetzungen geschaffen werden. Ob und wann tatsächlich gebaut wird, bleibt jedoch von der Finanzierung und einer politischen Umsetzungsentscheidung abhängig.