Nach drei Jahren Bauzeit: Elisabethinen Graz schaffen Platz für 222 Betten
Nach drei Jahren Bauzeit ist der Um- und Zubau der Elisabethinen in Graz offiziell eröffnet. Der neue Holzbau bringt mehr Platz, bündelt wichtige Fachbereiche und erhöht die Zahl der Betten deutlich.
Wo zuvor 187 Betten zur Verfügung standen, gibt es nun Platz für insgesamt 222. Dafür wurden die bestehenden Gebäude am Standort in der Elisabethinergasse um rund 10.700 Quadratmeter erweitert. Alt- und Neubau kommen gemeinsam auf eine Fläche von rund 36.000 Quadratmetern. Eine Besonderheit des Projekts ist die Bauweise: Beim Zu- und Umbau setzten die Elisabethinen auf Holz. Geschäftsführer Christian Lagger gehörte von Beginn an zu jenen, die diese Lösung unterstützten. Das Projekt wurde dabei scherzhaft auch als „Tiroler Skihütte“ bezeichnet.
Fachbereiche gebündelt
Mit dem Umbau wurden mehrere medizinische Bereiche an einem Standort zusammengeführt. Dazu zählen Innere Medizin, Neurologie, Psychiatrie und Psychotherapie, Radiologie sowie die interdisziplinäre multimodale Schmerzmedizin. Damit soll auch die Zusammenarbeit zwischen den Fachbereichen gestärkt werden. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der Alterspsychiatrie. Dafür stehen insgesamt 75 Betten zur Verfügung. Die Arbeiten fanden während des laufenden Krankenhausbetriebs statt und verlangten Patientinnen, Patienten sowie Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern viel Geduld ab.
„Neues wagen“
Bei der offiziellen Eröffnung kamen Vertreterinnen und Vertreter aus Politik, Gesundheitswesen, steirischen Krankenanstalten und beteiligten Unternehmen zusammen. Geschäftsführerin Schwester M. Bonaventura Holzmann blickte dabei auf die lange Geschichte des Hauses zurück: „Wir schreiben hier die Geschichte der Elisabethinnen weiter, haben unsere Wurzeln nicht vergessen, blicken mutig und entschlossen in die Zukunft und wollen so wie jene vier Schwestern, die vor 336 Jahren aufbrachen, auch weiterhin gemeinsam für die Menschen dasein.“ Auch Geschäftsführer Christian Lagger sprach über die Veränderungen im Gesundheitswesen: „Wir haben einen Auftrag erhalten und Verantwortung übertragen bekommen. Medizin und Gesundheit sind im Fluss. Man muss Altes loslassen und Neues wagen.“
Stadt gratuliert
Für die Stadt Graz nahm Vizebürgermeisterin Judith Schwentner (Grüne) an der Eröffnung teil und sprach die Grußworte. Sie verwies dabei auch auf die besonderen Bedingungen des Bauprojekts mitten im dicht verbauten Stadtgebiet. „Sie alle haben dafür gesorgt, dass das Werk hier entstanden ist, ein Ort, dicht an Leben, Schicksalen, aber auch in dicht verbautem Gebiet. Dazu gehört Mut. Danke dafür.“ Bei der Eröffnung waren außerdem Stadträtin Claudia Unger und Stadtrat Kurt Hohensinner anwesend. Christina Braunersreuther nahm in Vertretung von Gesundheitsstadtrat Robert Krotzer teil.