Skip to content
/ ©Rotes Kreuz Steiermark
Foto auf 5min.at zeigt mehrere Personen in die Kamera lächeln.
Im Grazer Straflandesgericht wurde am Freitag mehrere Stunden lang der Ernstfall geprobt.

Cobra-Einsatz am Grazer Gericht: Evakuierung für Ernstfall geprobt

Am Freitag wurde es im Landesgericht für Strafsachen Graz ernst - zumindest bei einer Übung. Mehrere Stunden lang probten Behörden und Einsatzkräfte gemeinsam eine akute Gefahrenlage samt Evakuierung.

von Julia Waldhauser Teamfoto von 5min.at: Julia Waldhauser ist für die Online-Redaktion Graz tätig.
2 Minuten Lesezeit(401 Wörter)
Wählen Sie 5min.at als bevorzugte Google-Quelle

Im Landesgericht für Strafsachen Graz in der Conrad-von-Hötzendorf-Straße fand am Freitag, 2. Oktober, eine große behördenübergreifende Einsatzübung statt. Mehrere Stunden lang wurde eine umfangreiche und komplexe Lage durchgespielt. Während dieser Zeit gab es im Gebäude keinen Parteienverkehr. Unter anderem trainierten die Beteiligten, wie das Landesgericht bei einer akuten Gefahrenlage evakuiert wird. Laut den Verantwortlichen funktionierte das Zusammenspiel der verschiedenen Stellen ausgezeichnet.

Viele Kräfte dabei

An der Übung waren zahlreiche Behörden und Einsatzorganisationen beteiligt. Mit dabei waren die Direktion Spezialeinheiten mit dem Einsatzkommando Cobra, die Landespolizeidirektion Steiermark und der Österreichische Wachdienst. Auch das Österreichische Rote Kreuz und die Stadt Graz wirkten mit. Vonseiten der Justiz nahmen das Landesgericht für Strafsachen Graz, die Staatsanwaltschaft Graz und die Justizanstalt Graz-Jakomini teil. Gerade dieses Zusammenspiel stand bei der Übung im Mittelpunkt.

Gemeinsam handeln

Für Kurt Kornberger, Kommandant des Einsatzkommandos Cobra Süd, ist die Zusammenarbeit bei großen Einsatzlagen besonders wichtig. „Bei umfangreichen Einsatzlagen ist das vernetzte und über den eigenen Bereich mitdenkende Arbeiten wesentlich, um für die Bevölkerung eine möglichst schnelle und umfangreiche Hilfe gewährleisten zu können.“ Auch Gilbert Sandner, Sicherheitsmanager der Stadt Graz, sieht darin einen zentralen Punkt. „Diese Übung hat wieder einmal gezeigt, wie wichtig eine rasche und koordinierte Zusammenarbeit zwischen allen Beteiligten ist.“ Die dabei gewonnenen Erkenntnisse sollen helfen, Abläufe weiter zu verbessern.

Freiwillige im Einsatz

Eine besondere Rolle spielte auch das Österreichische Rote Kreuz. Laut Pressesprecher Valentin Krause wurde die Übung aufseiten des Roten Kreuzes nahezu ausschließlich von freiwilligen Mitarbeiter getragen. Zusätzlich kann bei entsprechenden Einsatzlagen das Kriseninterventionsteam Betroffene und Angehörige unterstützen. Krause betonte außerdem die Zusammenarbeit zwischen den Einsatzorganisationen: „Die Großübung hat einmal mehr unterstrichen, auf welch hohem Niveau die beteiligten Einsatzorganisationen zusammenarbeiten und wie professionell sie auch unter anspruchsvollsten Bedingungen komplexe Einsatzlagen bewältigen können.“

Für Gefahren gerüstet

Auch bei der Justiz fällt die Bilanz positiv aus. Klaus Baumgartner, Leiter der Justizanstalt Graz-Jakomini, erklärte, dass die Übungsziele erreicht und das Szenario erfolgreich bewältigt worden seien. „Die Justizanstalt Graz-Jakomini sieht sich für vergleichbare Gefahrenlagen bestens vorbereitet.“ Barbara Schwarz, Mediensprecherin des Landesgerichts, hob zudem die Arbeit der Mitarbeiter und Einsatzkräfte hervor. „Für die Mitarbeiter unseres Hauses war diese komplexe Übung eine Herausforderung, die sie sehr gut gemeistert haben.“

Du hast einen #Fehler gefunden? Jetzt melden.
Mehr Interessantes