Skip to content
/ ©Südrast
Birgit Gschwenter ist Geschäftsführerin in der Südrast Dreiländerecke.
Die Bundesanstalt "Statistik Österreich" wies die Gastronomie kürzlich als einen der stärksten Preistreiber aus. Doch Gastronomin Birgit Winding stellt klar: "Die Realität sieht ganz anders aus!"

Kärntner Gastronomie unter Druck: „Wir arbeiten längst am Limit“

Vielen Menschen in Österreich macht die Inflation zu schaffen. Bei der Suche nach einer Ursache geriet kürzlich auch die Gastronomie in den Fokus. Die erfahrene Geschäftsfrau Birgit Winding weist diesen Vorwurf vehement zurück.

von Tanja Janschitz Tanja Janschitz Onlineredaktion 5min.at
2 Minuten Lesezeit(284 Wörter)

Wie berichtet, wurde im August 2025 ein deutlicher Inflationsanstieg verzeichnet. Laut den übermittelnden Daten der Statistik Austria waren die Preise im Schnitt um 4,1 Prozent höher als noch im Vorjahr. Die aktuell stärksten Preistreiber seien die Gastronomie, Strom und Nahrungsmittel. Mehr dazu unter: Lebensmittel und Co.: Österreicher müssen tiefer in die Tasche greifen. Ohne diese Teuerungen – so heißt es vonseiten der Statistiker – läge die Inflation bei 2,2 Prozent. Doch eigentlich sieht die Realität ganz anders aus.

Kärntner Gastronomin: „Wir arbeiten längst am Limit“

„Wir in der Gastronomie kämpfen seit Jahren mit massiven Kostensteigerungen – bei Energie, Lebensmitteln, Lohnnebenkosten, Wartung und Instandhaltung. Wir arbeiten längst am Limit, denn nur ein kleiner Teil dieser Kostensteigerungen kann überhaupt an die Gäste weitergegeben werden“, stellt die erfahrene Gastronomin Birgit Winding gegenüber 5 Minuten klar. Sie leitet seit Jahren die Geschicke der Südrast Dreiländerecke und weiß genau: „Wir kalkulieren sehr knapp und tragen einen Großteil der Kostensteigerungen selbst.“ Ansonsten wäre der Restaurantbesuch für viele Menschen längst unbezahlbar.

Appell an die Politik

Winding betont: „Es ist richtig, dass die Preise in der Gastronomie gestiegen sind. Diese Entwicklung geschieht jedoch nicht aus Gewinnstreben, sondern ist eine unmittelbare Folge der massiven Kostensteigerungen, die unsere Branche seit Jahren trifft.“ Tatsächlich arbeite man nämlich am Rande des wirtschaftlichen Überlebens, so die Fachfrau, welche abschließend betont: „So kann es auf Dauer nicht weitergehen.“ Aus diesem Grund richtet Winding nun ein Appell an die Politik: „Uns bleibt kein Deckungsbeitrag mehr übrig, an Investitionen ist gar nicht mehr zu denken. Ihr müsst aus eurem Dornröschenschlaf aufwachen.“

Du hast einen #Fehler gefunden? Jetzt melden.
Mehr Interessantes