Sirene & Warn-SMS: In Kärnten schrillt bald jeder verfügbare Alarm
In ganz Kärnten ist am 4. Oktober 2025 wieder ein Zivilschutz-Probealarm zu hören. Auch ein AT-Alert - also eine Testwarnung fürs Handy - wird wieder an die Bevölkerung ausgeschickt.
„Die Sirenenprobe ist nicht nur ein Funktionstest. Sie soll uns alle daran erinnern, uns präventiv mit diesem Thema zu befassen und das eigene Sicherheitswissen zu überprüfen“, betont Landeshauptmann Peter Kaiser (SPÖ) am Samstag. Ziel der Übung ist es, die Bevölkerung mit den Sirenensignalen vertraut zu machen und die technische Funktionsfähigkeit zu überprüfen.
Wichtiger Sicherheits-Check
Dieses Wissen kann im Anlassfall lebensrettend sein. Das weiß auch der zuständige Kärntner Katastrophenschutzreferent, Landesrat Daniel Fellner (SPÖ): „Angesichts der Häufigkeit von Unwetterereignissen ist es umso mehr entscheidend, dass die Bevölkerung weiß, wie sie im Ernstfall reagieren muss.“ Der Zivilschutzverband Kärnten richtet darum einen dringenden Appell an die Bevölkerung, diesen Probealarm zu nutzen, die eigene Sicherheit zu prüfen. „Wir appellieren an Sie, diesen Tag auch wirklich dazu zu verwenden, dieses Wissen zu testen“, so der Zivilschutzverband Kärnten-Präsident Rudolf Schober.
Testwarnung kommt direkt aufs Handy
In Verbindung mit dem Sirenen-Probealarm wird auch heuer wieder ein AT-Alert bundesweit ausgesendet. Hierbei handelt es sich um eine Testwarnung, welche direkt auf den Smartphones aufscheinen wird.
Häufig gestellte Fragen:
Auslösende Stellen sind bei AT-Alert die neun Landeswarnzentralen der Bundesländer und das Bundesministerium für Inneres. Im Anlassfall übermitteln die auslösenden Stellen im Auftrag der beziehungsweise für die jeweils zuständigen Behörde eine entsprechende Meldung an die Mobilfunkbetreiber.
Die auslösenden Stellen wählen in einem computerunterstützten System das betroffene Gebiet aus und erstellen einen Meldungstext. Diese Informationen werden automatisiert an die Mobilfunkbetreiber übermittelt und in den Mobilfunkzellen des betroffenen Gebietes an alle eingebuchten Mobiltelefone ausgesendet.
Meldungen können grundsätzlich für jedes Ereignis ausgesendet werden, wenn die zuständige Behörde dies vor dem Hintergrund drohender oder sich ausbreitender größerer Notfälle oder Katastrophen als angemessen erachtet. Beispiele für mögliche Auslösefälle sind:
- Naturgefahren (schwere Unwetter wie Stürme, extremer Starkregen, extreme Hochwassergefahr, extreme Schneefälle, sehr große Lawinengefahr, extreme Waldbrandgefahr, …)
- Technische Gefahren (Unfälle mit radiologischen, biologischen und chemischen Stoffen, wie zum Beispiel Gasaustritt, Chemikalienaustritt, Explosionsgefahr, aber auch Gefahr durch Rauchgase, …)
- Bedrohliche polizeiliche Situationen
Im Radio – und natürlich auch auf 5 Minuten – werden im Bedarfsfall Verhaltensempfehlungen/Handlungsempfehlungen und Anordnungen der Behörden verkündet. Daher wird empfohlen, nach Auslösung der Warnung ein Radiogerät einzuschalten und die Informationen im Österreichischen Rundfunk bzw. anderen Medien zu beachten. Auf lokaler Ebene sind die zuständigen Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben bemüht, im Bedarfsfall der Bevölkerung auch über Lautsprecherdurchsagen Informationen und Verhaltensempfehlungen zu geben.
Der AT-Alert funktioniert ähnlich wie der Rundfunkempfang beim Radio. Dazu werden keine personenbezogenen Daten abgefragt oder genutzt. Die Warntexte werden über einen Kontrollkanal der Mobilfunkzellen ausgesendet. Infos und ein Erklärvideo findet ihr auch unter www.at-alert.at.