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/ ©Montage: Canva/Tauernwetter.at
Das Foto auf www.5min.at zeigt ein Wetter und Tauernwetter-Initiator David Kaufmann.
David Kaufmann, Initiator von Tauernwetter, verantwortlich für meteorologische Analyse und Entwicklung, und einem weiteren Mitglied, das organisatorische Aufgaben übernimmt.

„Tauernwetter“: Neuer Dienst will Prognosen in Kärnten präziser machen

Seit 21. September 2025 ist mit Tauernwetter ein neuer Wetterdienst online, der sich auf die besonderen Herausforderungen in Kärnten und den Alpenregionen spezialisiert.

von Julia Strammer Das Foto auf www.5min.at zeigt die Onlineredakteurin Julia Strammer von 5 Minuten.
2 Minuten Lesezeit(457 Wörter)
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Ziel des Projekts ist es, Lücken in den bisherigen Prognosen zu schließen und die Vorhersagen deutlich zu verbessern. Das Kernteam besteht aus zwei Personen: David Kaufmann, verantwortlich für meteorologische Analyse und Entwicklung, und einem weiteren Mitglied, das organisatorische Aufgaben übernimmt. Doch der entscheidende Punkt ist: „Wir gemeinsam sind Team Tauernwetter – und dazu gehört jede und jeder, der uns mit Feedback oder Wettermeldungen unterstützt“, so Kaufmann. Das Projekt lebt von einem breiten Netzwerk aus privaten Wetterstationen und der Bevölkerung.

Von der Rechtswissenschaft zur Meteorologie

Kaufmann bringt einen ungewöhnlichen Hintergrund mit: Er studierte Rechtswissenschaften in Wien und spezialisierte sich auf Europarecht. Parallel dazu absolvierte er Lehrveranstaltungen in Politikwissenschaft und Meteorologie. Diese interdisziplinäre Kombination erlaubt es ihm, rechtliche Fragen – etwa zur Freigabe von Wetterdaten – mit meteorologischem Fachwissen zu verbinden. Praktische Erfahrung sammelte er bereits beim Aufbau eines Kärntner Wetterdienstes in den Jahren 2018/19.

Warum ein neuer Wetterdienst?

„Die bestehenden Vorhersagen für Kärnten litten oft unter großen Ungenauigkeiten – besonders in Gebirgsregionen mit sogenannten Radarschatten“, erklärt Kaufmann. Genau hier setzt Tauernwetter an: Mit einer adaptiven Modellkette werden je nach Wetterlage die besten europäischen und globalen Modelle kombiniert. So gelingt eine feinere Analyse, etwa bei gefährlichen Italientiefs, die im Süden Österreichs regelmäßig zu massiven Niederschlägen führen.

Mehr Sicherheit für Bevölkerung und Tourismus

Schon jetzt nutzen Gemeinden wie Heiligenblut, Großkirchheim, Gnesau, Reichenau und Feldkirchen den kostenlosen Service. Geplant ist, dass künftig alle Kärntner Gemeinden auf die lokal zugeschnittenen Prognosen zurückgreifen können. Auch Tourismusbetriebe profitieren von den detailreichen Meteogrammen: Sie sollen helfen, gefährliche Situationen in den Bergen rechtzeitig zu vermeiden und Rettungseinsätze zu reduzieren. Darüber hinaus baut Tauernwetter ein kostenloses Warnsystem auf, das ausschließlich sicherheitsrelevante Informationen verschickt – keine Warnungen über zwei Zentimeter Neuschnee, sondern Hinweise zu wirklich gefährlichen Lagen.

Bevölkerung als Teil des Projekts

Die Kärntner sind ausdrücklich eingeladen, Teil von Tauernwetter zu werden. „Feedback zu unseren Prognosen ist für uns extrem wertvoll. Jede Rückmeldung hilft, unsere Modelle weiter zu verbessern“, betont Kaufmann. Geplant ist auch ein einfaches Online-Formular, über das Privatpersonen ihre aktuellen Wetterbeobachtungen direkt melden können. Ebenso können die Kärntner in ihren jeweiligen Gemeinden anfragen, den kostenlosen Wetterdienst von Tauernwetter auf der Webseite zu integrieren.

Klimawandel bringt neue Herausforderungen

Die Arbeit von Tauernwetter ist auch eine Antwort auf den Klimawandel: „Wir beobachten in Kärnten eine klare Zunahme von Wetterextremen. Starkregen durch Italientiefs, aber auch Hitzewellen und Trockenperioden treten häufiger und intensiver auf“, erklärt Kaufmann. Gerade diese Extremereignisse seien schwieriger vorherzusagen. Mit der flexiblen Modellkette will Tauernwetter diese Lücken schließen.

Hinweis: Dieser Beitrag wurde am 09.10.2025 um 12:58 Uhr aktualisiert
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