Peršmanhof-Einsatz verschlang über 14.700 Euro
14.726,69 Euro kostete der umstrittene Einsatz am Peršmanhof in Bad Eisenkappel. Das geht aus der Beantwortung einer parlamentarischen Anfrage durch Innenminister Gerhard Karner (ÖVP) hervor.
„Seit gestern liegen zwei neue Anfragebeantwortungen des Innenministeriums zu unseren parlamentarischen Anfragen in der Causa Peršmanhof vor und liefern erneut Einblicke in den vollkommen unverhältnismäßigen Polizeieinsatz vom 27. Juli“, resümiert Olga Voglauer, Volksgruppensprecherin und Landessprecherin der Grünen Kärnten. In Summe betrug der Kostenaufwand für den Einsatz nämlich 14.726,69 Euro. Allein der Polizeihubschrauber kostete 1.241,10 Euro. Zudem waren 20 Einsatzkräfte der Landespolizeidirektion Kärnten, der Bezirkshauptmannschaft Völkermarkt und des Bundesamtes für Fremdenwesen und Asyl (BFA), beteiligt. Drei Exekutivbedienstete wurden sogar extra aus dem für den Villacher Kirchtag vorgesehenen Personalpool herangezogen.
331,26 Stunden aufgewendet
Konkret wurden für die Planung, Vorbereitung, Durchführung sowie die Nachbereitung des Peršmanhof-Falles insgesamt 331,26 Stunden aufgewendet. Dieser wurde auch noch an einem Sonntag durchgeführt, obwohl das Camp auch am darauf folgenden Montag und Dienstag noch stattgefunden hätte. Diese Entscheidung wurde durch den stellvertretenden Leiter des LSE Kärnten getroffen. Innenminister Karner erklärt im Zuge der Beantwortung einer parlamentarischen Anfrage: „Jeder Einsatz bedarf einer gesonderten Einzelbetrachtung und -planung. So wurden auch in diesem Fall die unterschiedlichen Faktoren berücksichtigt, eine Bedarfsanalyse und Ressourcenabwägung durchgeführt. Der Einsatz erfolgte schließlich unter Berücksichtigung der Gesamtlageeinschätzung am 27. Juli 2025.“
GRÜNE: „Polizeieinsatz ohne Maß, Ziel oder Respekt“
Voglauer sieht das kritisch: „Für einen einzigen Hinweis auf eine Verwaltungsübertretung mobilisierte die Polizei 20 Beamte und verschwendete 15.000 Euro – ein Aufgebot, das nicht nach verantwortungsvoller Einsatzplanung aussieht, sondern nach völligem Größenwahn.“ Abschließend bemängelt die Landessprecherin der Grünen die Verzögerung bei der Aufarbeitung: „Dass die Beantwortung vom 8. Oktober auf den für Ende September erwarteten Kommissionsbericht verweist, offenbart, dass die echte Aufklärung und Aufarbeitung der Causa für den Innenminister keinerlei Priorität hat.“