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/ ©Montage: Canva & WKK / Sabine Biedermann
Eine Bildmontage auf 5min.at zeigt Peter Storfer, Obmann der Sparte Gewerbe und Handwerk der Wirtschaftskammer Kärnten, und eine Baustelle.
Das Kärntner Gewerbe und Handwerk zeigt im dritten Quartal 2025 erste Anzeichen einer Erholung.

Gewerbe und Handwerk in Kärnten: Bau bleibt weiterhin Sorgenkind

Die aktuelle Konjunkturerhebung zeigt: Viele Kärntner Gewerbe- und Handwerksbetriebe schätzen ihre Situation nach wie vor als schwierig ein. Für das vierte Quartal fallen die Prognosen jedoch weniger pessimistisch aus.

von Tanja Janschitz Tanja Janschitz Onlineredaktion 5min.at
2 Minuten Lesezeit(348 Wörter)
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Kärntens Gewerbe und Handwerk arbeitet sich Schritt für Schritt aus der Flaute. Nach einem schwierigen ersten Halbjahr mit einem Umsatzminus von 1,9 Prozent hellt sich die Stimmung in den Betrieben leicht auf. Das geht aus der aktuellen Konjunkturbeobachtung der KMU Forschung Austria im Auftrag der Wirtschaftskammer Kärnten hervor.

WK-Spartenobmann: „Silberstreif am Horizont“

Im dritten Quartal bewerteten die Kärntner Gewerbe- und Handwerksbetriebe ihre Geschäftslage etwas positiver als im zweiten Quartal – der Saldo verbesserte sich leicht, bleibt jedoch insgesamt negativ. Für das vierte Quartal erwarten die Unternehmer zwar eine weitere Eintrübung der Geschäftsentwicklung, die Prognosen fallen jedoch weniger pessimistisch aus als im Vergleichszeitraum des Vorjahres. „Es gibt einen leichten Silberstreif am Horizont, aber dennoch kann nicht von einer nachhaltigen Erholung gesprochen werden“, lautet die vorsichtige Bilanz von Peter Storfer, Spartenobmann des Gewerbes und Handwerks in der WK Kärnten.

Unterschiede zwischen den Branchen

Während das Lebensmittelgewerbe mit plus 5,3 Prozent ein Umsatzplus zulegen konnte, verzeichnet das Baugewerbe die stärksten Einbußen mit minus 4,8 Prozent. Auch Holz- und Kunststoffverarbeitung (minus 3,2 Prozent) sowie das Ausbaugewerbe (minus 2,4 Prozent) kämpfen mit rückläufigen Aufträgen. „Vor allem der Bausektor leidet unter Investitionszurückhaltung und hohen Finanzierungskosten“, so Storfer. Im konsumnahen Bereich bleibt die Lage im 3. Quartal 2025 weitgehend stabil, mit einer leicht positiven Tendenz im Vergleich zum Vorjahr. Hier melden 13 Prozent der Betriebe Umsatzsteigerungen, 61 Prozent stabile Umsätze und nur 26 Prozent Rückgänge.

Stimmung hellt sich leicht auf

Der Auftragsbestand liegt in den investitionsgüternahen Branchen um 3,4 Prozent unter dem Vorjahresniveau und reicht derzeit für rund zwölf Wochen Vollauslastung. Gleichzeitig ist der Anteil jener Betriebe, welche kurzfristig freie Kapazitäten haben, deutlich gestiegen: 41 Prozent könnten sofort zusätzliche Aufträge übernehmen. Auch die Erwartungen für das vierte Quartal 2025 bleiben vorsichtig. Ein deutlich positives Signal kommt wiederum vom Arbeitsmarkt: Jeder fünfte Betrieb will in den kommenden Monaten Personal aufstocken, im Schnitt um 4,1 Personen. Damit liegt der geplante Beschäftigungszuwachs bei plus 3,1 Prozent. Nur drei Prozent der Betriebe planen, Mitarbeiter abzubauen.

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