
Parteien und Wegbegleiter trauern um Bürgermeister Stefan Visotschnig
Die Nachricht vom Tod des Bleiburger Bürgermeisters Stefan Visotschnig hat in Bleiburg und weit darüber hinaus tiefe Betroffenheit ausgelöst. Der langjährige Politiker verstarb im 74. Lebensjahr nach langer, schwerer Krankheit.
Über Jahrzehnte prägte Visotschnig das öffentliche Leben der Kulturstadt Bleiburg maßgeblich. Seit 1985 war er Mitglied des Gemeinderates, ab 1991 Stadtrat und Marktreferent. Im Jahr 1993 wurde er Vizebürgermeister, 2003 übernahm er das Amt des Bürgermeisters – eine Funktion, die er mit großem Verantwortungsbewusstsein, Herz und Einsatz erfüllte.
Engagierter Bürgermeister mit Herz und Handschlagqualität
In einer Stellungnahme der Stadtgemeinde Bleiburg heißt es, Visotschnigs Wirken sei „getragen von Nähe zu den Menschen, aufrichtigem Einsatz für das Gemeinwohl und tiefer Verbundenheit zu Bleiburg“ gewesen. Besonders wichtig war ihm das grenzüberschreitende Miteinander sowie der Dialog der beiden Volksgruppen. Freundschaften zu Partnergemeinden in Kroatien, Slowenien und Italien prägten seine Arbeit ebenso wie sein Engagement für den Bleiburger Wiesenmarkt. „Wir verlieren mit ihm nicht nur unseren Bürgermeister, sondern auch einen aufrichtigen Freund und engagierten Mitbürger“, heißt es aus dem Rathaus. Das Mitgefühl der Stadt gelte seiner Familie und allen, die ihm nahestanden.
Parteienübergreifende Anteilnahme
Quer durch alle politischen Lager zeigen sich Wegbegleiter betroffen über den Verlust. Team Kärnten-Chef Gerhard Köfer und Landtagsabgeordneter Franz Josef Smrtnik würdigen Visotschnig als „außergewöhnliche politische Persönlichkeit, die stets auf Dialog, Kompromissfähigkeit und Offenheit gesetzt hat“. Köfer bezeichnete ihn als „langjährigen Weggefährten“, dessen Einsatz Bleiburg nachhaltig geprägt habe. Auch die FPÖ Kärnten drückt ihre Anteilnahme aus. Landesparteiobmann Erwin Angerer und Bezirksparteiobmann Kajetan Glantschnig betonen Visotschnigs Engagement über Parteigrenzen hinweg: „Er war ein sehr beliebter Bürgermeister, der Bleiburg über Jahrzehnte politisch geprägt hat. Besonders sein Einsatz für den Bleiburger Wiesenmarkt wird unvergessen bleiben.“ Von der ÖVP Kärnten würdigte Landeshauptmann-Stellvertreter Martin Gruber den Verstorbenen als Politiker mit Haltung und Menschlichkeit: „Stefan Visotschnig war ein Bürgermeister, der über Parteigrenzen hinweg geschätzt wurde – für seine Bodenständigkeit, seine Offenheit und seinen Anstand. Kärnten verliert mit ihm einen Menschen, der Brücken gebaut hat, wo andere Gräben sahen.“ Mit großer Betroffenheit reagiert auch Olga Voglauer, Nationalratsabgeordnete und Landessprecherin der Grünen Kärnten, auf den Tod des Bleiburger Bürgermeisters Stefan Visotschnig: „Stefan Visotschnig war weit über die Grenzen seiner Gemeinde hinaus als bedeutender Brückenbauer zwischen den Volksgruppen bekannt und geschätzt. Mit Offenheit und aufrichtigem Interesse am Gegenüber suchte er stets das Gespräch und verstand es, Bleiburg zu einem Ort der Begegnung und des gegenseitigen Respekts zu machen. Sein Wirken hat die Stadt entscheidend geprägt – als lebendige Kulturstadt und als Ort des gelebten Miteinanders.“
Ein Bürgermeister, der Bleiburg geprägt hat
Mit Stefan Visotschnig verliert Bleiburg nicht nur einen langjährigen Bürgermeister, sondern auch einen Menschen, der seine Gemeinde über Jahrzehnte mitgestaltet und geprägt hat – stets mit einem offenen Ohr, Handschlagqualität und großem Verantwortungsbewusstsein. Die Stadtgemeinde Bleiburg kündigte an, ihm ein „ehrendes und dankbares Andenken“ zu bewahren.
