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/ ©APA/POLIZEI KÄRNTEN
Vier Ortstafeln wurden beschmiert.

Kärntner Politik verurteilt Vandalenakt an zweisprachigen Ortstafeln

Die Kärntner Politik verurteilt ein mehreren Aussendungen die Vandalenakte gegen zweisprachige Ortstafeln in Bad Eisenkappel und Bleiburg aufs Schärfste.

von Julia Strammer Das Foto auf www.5min.at zeigt die Onlineredakteurin Julia Strammer von 5 Minuten.
2 Minuten Lesezeit(462 Wörter)
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In der Nacht von Samstag auf Sonntag wurden in den Gemeinden Bad Eisenkappel und Bleiburg vier zweisprachige Ortstafeln beschmiert. Landeshauptmann Peter Kaiser zeigt sich betroffen und verurteilt die Schmieraktion auf das Schärfste. „Vandalenakte wie diese und andere sind ein feiger Angriff auf das friedliche und respektvolle Zusammenleben in unserem Land. Sie zeigen leider, dass wir das zarte Pflänzchen der in den letzten Jahren so positiv gewachsenen Beziehungen zwischen unseren deutsch- und slowenischsprachigen Landsleuten weiter schützen und stärken müssen – vor jenen, wenigen Realitätsverweigerern, die offenbar in der Vergangenheit steckengeblieben sind“, betont Kaiser.

Frieden ist keine Selbstverständlichkeit

Der Landeshauptmann erinnert daran, dass die guten Beziehungen zwischen den Volksgruppen keine Selbstverständlichkeit seien: „Verständigung, Respekt und gegenseitige Anerkennung sind Errungenschaften, die täglich gepflegt und verteidigt werden müssen – genauso wie unsere liberale Demokratie selbst. Kärnten hat in den letzten Jahren gezeigt, dass Zusammenhalt stärker ist als Spaltung. Diesen Weg werden wir unbeirrt weitergehen.“

Kaiser erwartet eine vollständige Aufklärung

Landeshauptmann Kaiser erwartet von den zuständigen Behörden vollständige Aufklärung: „Die Täter müssen zur Rechenschaft gezogen werden und sollten geschichtliche Nachhilfe bekommen.“ Jede Form von Hass oder Ausgrenzung sowie Vandalenakte jedweder Art haben in unserem Kärnten keinen Platz. „Wir stehen geschlossen für ein Miteinander in Vielfalt – auf Augenhöhe, in Frieden und mit gegenseitigem Respekt“, so Kaiser abschließend.

Team Kärnten: „Überhaupt kein Verständnis“

Der Team Kärnten-Volksgruppensprecher im Landtag und Vizebürgermeister von Bad Eisenkappel, Franz Josef Smrtnik, zeigt sich in einer Aussendung „fassungslos“: „Wir haben für solch einen aggressiven Akt überhaupt kein Verständnis. Es scheint, dass die positive Stimmung zwischen Mehrheits- und Minderheitsbevölkerung sowie das friedliche Zusammenleben einigen noch immer ein Dorn im Auge ist.“ Mit solchen Taten würden „alte Gräben wieder aufgerissen und längst überwundene Konflikte neuerlich befeuert“.

ÖVP: „Völlig inakzeptabel“

Auch ÖVP-Landtagsabgeordneter Hannes Mak äußert sich: „Ich verurteile die Beschmierungen von Ortstafeln in Südkärnten auf das Schärfste. Provokationen aller Art sind völlig inakzeptabel – unabhängig, ob sie von rechts oder links kommen.“ Nichts verloren habe in Kärnten „das Anstacheln und Schüren von Konflikten“. Das solle, wie auch im vorliegenden Fall, „gesetzlich entschieden verfolgt werden“.

GRÜNE: „Zweisprachigkeit ist Stärke, keine Zielscheibe“

Olga Voglauer, Volksgruppensprecherin der Grünen im Parlament und Landessprecherin der Grünen Kärnten, kritisiert die Schmieraktion scharf: „Kärnten ist Koroška. Kärnten ist zweisprachig. Wer heute noch zweisprachige Ortstafeln beschmiert, beschmiert nicht Schilder – sondern unser gemeinsames Kärntner Selbstverständnis. Solche Aktionen gehören ins finstere Gestern. Unsere Aufgabe als Gesellschaft ist es, das Gegenteil sichtbar zu machen: Respekt, Vielfalt und Zusammenhalt.“

Hinweis: Dieser Beitrag wurde am 19.10.2025 um 18:38 Uhr aktualisiert
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