Wernberg bekommt 700.000 Euro für neue Bahnlärmschutzwände
Dank Lärmschutzfonds von Land Kärnten und ÖBB werden in Wernberg 300 Meter neue Lärmschutzwände errichtet. Bis 2028 stehen jährlich 1,5 Millionen Euro bereit.
Mit dem neuen Lärmschutzfonds unterstützt das Land Kärnten erstmals gezielt Gemeinden bei Bahnlärmschutzprojekten. Mobilitätslandesrat Sebastian Schuschnig betont: „Wir schützen die Bevölkerung vor Lärm und nehmen den Gemeinden finanzielle Lasten ab.“ Gerade kleinere Gemeinden hatten bisher kaum Mittel für solche Maßnahmen.
Wernberg profitiert von 700.000-Euro-Projekt
In Wernberg werden entlang der Bahntrasse auf über 300 Metern moderne Lärmschutzwände errichtet. Vor allem Anrainer des Laternen- und Bahnwegs sollen entlastet werden. Bürgermeisterin Doris Liposchek lobt die Zusammenarbeit von Land und ÖBB und hebt die deutlich verbesserte Lebensqualität hervor.
Finanzierung: Land, ÖBB und Gemeinden gemeinsam
Die Kosten teilen sich ÖBB (50 Prozent), Land und Gemeinde. Dank Lärmschutzfonds übernimmt das Land den Gemeindeanteil komplett. Schuschnig: „In Zeiten enger Budgets ermöglicht der Fonds wichtige Investitionen ohne finanzielle Überforderung der Kommunen.“ Bis 2028 stehen jährlich 1,5 Millionen Euro für Lärmschutz entlang Kärntner Bahnstrecken bereit.
Zukünftige Herausforderungen: mehr Verkehr, mehr Lärm
Mit der Inbetriebnahme der Koralmbahn wird der Güterverkehr auf der Schiene steigen. Schuschnig fordert daher parteiübergreifend eine eigene Güterbahntrasse im Zentralraum. Lärmschutzprojekte wie in Wernberg seien wichtige Schritte, um die Bevölkerung kurzfristig zu entlasten, langfristig müsse jedoch der Verkehr verlagert werden.