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Symbolfoto zu einem Beitrag von 5min.at: Schild warnt auf der Straße vor einem Verkehrsunfall.
In Kärnten war im Vorjahr fast jeder zweite Verkehrstote 65 Jahre oder älter.

Jeder zweite Verkehrstote in Kärnten war über 65

In Kärnten war im Vorjahr fast jeder zweite Mensch, der bei einem Verkehrsunfall ums Leben kam, 65 Jahre oder älter. Der VCÖ fordert deshalb, dass das Verkehrssystem stärker an den demographischen Wandel angepasst werden muss.

von Tanja Janschitz Tanja Janschitz Onlineredaktion 5min.at
2 Minuten Lesezeit(287 Wörter)

„In der Verkehrsplanung wird auf ältere Menschen zu wenig Rücksicht genommen. Und das spiegelt sich leider auch in der Unfallstatistik wider. Ältere Menschen sind besonders gefährdet, tödlich verletzt zu werden. Umso wichtiger sind unfallvermeidende Maßnahmen“, stellte VCÖ-Expertin Katharina Jaschinsky fest.

Senioren statistisch am stärksten im Straßenverkehr gefährdet

In Kärnten machten Senioren 15 Prozent der Verletzten und 47 Prozent der Verkehrstoten im Vorjahr aus. Die meisten tödlichen Unfälle älterer Menschen passierten im Auto: Fünf starben als PKW-Insassen, vier zu Fuß und vier auf dem E-Bike, so eine VCÖ-Analyse. „Im Vorjahr waren 80 Prozent der tödlich verletzten Fußgängerinnen und Fußgänger älter als 65 Jahre. Durch Verkehrsberuhigung, mehr Tempo 30 statt 50 im Ortsgebiet, übersichtliche Straßenübergänge und ein dichtes Netz an breiten Gehwegen kann die Verkehrssicherheit älterer Menschen deutlich erhöht werden“, führt Jaschinsky aus.

Ältere Lenker verursachen deutlich mehr Unfälle 

Mit zunehmendem Alter steigt beim Autofahren das Risiko für selbst verschuldete Unfälle. Laut Statistik Austria verursachten über 85-Jährige im Vorjahr 83 Prozent der Unfälle, an denen sie beteiligt waren – bei den 80- bis 84-Jährigen waren es 77 Prozent. Zum Vergleich: Die 40- bis 59-jährigen Autolenker verursachten rund 50 Prozent der Unfälle, an denen sie beteiligt waren. In Deutschland führten einige Verkehrsverbünde deshalb die Aktion „Fahrschein statt Führerschein“ durch. Hierbei wird der Führerschein ein Jahr lang gegen ein Jahresticket für den öffentlichen Verkehr eingetauscht. „Dieses Modell könnte Österreich mit dem Klimaticket gut umsetzen. Damit würde die Verkehrssicherheit erhöht und gleichzeitig die Verkehrsbelastung auf den Straßen reduziert“, betont die VCÖ-Expertin abschließend.

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