
Hilfe für Kinder in Not: Pflegeeltern in Kärnten gesucht
243 Kinder leben derzeit in Kärnten in Pflegefamilien. Das Land ist ständig auf der Suche nach weiteren Menschen, „die mit beiden Beinen fest im Leben stehen“ – und bereit sind, einem Kind in Not ein zweites Zuhause zu schenken.
Der Pflegeelterndienst in Kärnten betreut derzeit 206 Pflegeeltern – darunter sechs Krisenpflegefamilien – und 243 Pflegekinder. „Sie sind ein wichtiges Angebot der Kinder- und Jugendhilfe. Wir suchen daher ständig nach weiteren Pflegefamilien. Menschen mit oder ohne eigene Kinder, die mit beiden Beinen fest im Leben stehen und einem oder mehreren Kindern einen Platz in ihrer Familie geben“, erklärt Andrea Hartlieb, die in der Abteilung 4 – Familienförderung, Kinderschutz, Kinder- und Jugendhilfe, Chancengleichheit für das Pflegeelternwesen zuständig ist.
Hier können sich Interessierte informieren:
Interessierte können sich in der Fachabteilung unter der Telefonnummer +43 50 536-14605 oder per Mail bei Andrea Hartlieb melden
160 Pflegeeltern und 70 Kinder beim Fortbildungstag
Am 8. November fand ein Fortbildungstag für Kärntner Pflegefamilien im Jugend- und Familiengästehaus Cap Wörth statt. 160 Pflegeltern und 70 Kinder nahmen daran teil. Nach traumapädagogischen Inputs von Jutta Vierhauser vom Österreichischen Traumapädagogikzentrum folgen am Nachmittag Workshops zu den Themen „Pflegekinder begleiten – Umgang mit Traumfolgestörungen“, „Achtsamkeit und Resilienz im Alltag“ sowie „Informationsaustausch – Verwandtschaftspflege“.
Großer Dank an Kärntner Pflegefamilien
Landesrat und Referent für Kinder- und Jugendhilfe Peter Reichmann dankte den Anwesenden für den unbezahlbaren Einsatz, den sie nicht nur für Kinder und Jugendliche, sondern für unsere Gesellschaft leisten: „Sie alle haben sich der Aufgabe gestellt, einem oder mehreren Kindern ein sicheres Zuhause zu bieten, die schwierige Erfahrungen hinter sich haben. Mein politischer Auftrag ist es, dafür zu sorgen, dass in Kärnten alle Kinder ruhig schlafen können. Sie alle sind meine Unterstützerinnen und Unterstützer, und dafür kann ich ihnen nicht genug danken.“