
Koralmbahn soll Kärntner Tourismus in Fahrt bringen
Ab 14. Dezember verkehrt die Koralmbahn zwischen Graz und Klagenfurt. Die Kärntner Tourismusbranche erwartet sich davon einen kräftigen Aufwind. Bereits seit Jahren wird an entsprechenden Angeboten gearbeitet.
Mit dem Start der Koralmbahn am 14. Dezember 2025 beginnt für Kärnten ein neues Kapitel: Mit der schnellen Zugverbindung zwischen Graz und Klagenfurt verkürzt sich die Fahrzeit auf nur 32 Minuten und soll dem heimischen Tourismus kräftigen Aufwind geben.
Koralmbahn bringt Kärnten näher an die Städte
„Die Koralmbahn ist eine enorme Chance für den Tourismus in Kärnten“, sagt Klaus Ehrenbrandtner, Geschäftsführer der Kärnten Werbung. Mit ihr werde das Kärnten als Urlaubsland näher an die Ballungsräume gebracht. Die Bahn ist Teil des europäischen Baltisch-Adriatischen Korridors von Polen bis Italien und steigert das Fernverkehrsangebot nach Kärnten um rund 30 Prozent. Künftig gibt es 29 tägliche Direktverbindungen aus Graz, 26 aus Wien und drei aus Prag.

Vorbereitung auf mehr Touristen
Um sich auf die neue touristische Mobilität vorzubereiten, arbeitet Kärnten bereits seit Jahren an passenden Angeboten. Das Zentrum für nachhaltige Destinationsentwicklung Kärnten (NDK) koordinierte Projekte wie das Bahnhof-Shuttle Kärnten oder die kostenlose Nutzung der S-Bahn mit Gästekarte. „Seit fast zehn Jahren bereiten wir uns auf die Inbetriebnahme der Koralmbahn vor“, erklärt Georg Overs vom NDK.
Über 100 Wanderrouten entlang der Strcke
Mit den Projekten „Rail & Trail“ und „Rail, Rent & Bike“ soll die Bahn künftig direkt mit Wander- und Raderlebnissen verknüpft werden – über 100 Wanderrouten und 30 Radverleihstationen entstehen entlang der Strecke. Fünf Regionen entwickeln außerdem Tageserlebnisse für Bahnreisende. „Ziel ist es, die Nähe zu 637.000 potenziellen Gästen zu nutzen und Tagesausflüge in Nächtigungen zu verwandeln“, heißt es seitens der Kärnten Werbung.