Schutz für heimische Gewässer: Fischaufstiegshilfe Gössering eröffnet
Ein Schritt für den Schutz der heimischen Gewässer und ihrer Artenvielfalt wurde in Hermagor umgesetzt: Die neue Fischaufstiegshilfe an der Gössering ermöglicht es Fischen, bisher blockierte Flussabschnitte zu passieren.
Landesrat Daniel Fellner, zuständig für Gemeinden und Gewässerschutz, betont die ökologische Bedeutung der Anlage: „Flüsse sind Lebensraum für zahlreiche Fische und andere Wasserlebewesen. Mit der Errichtung der Fischaufstiegshilfe an der Gössering schaffen wir ein dynamisches Gleichgewicht zwischen Ober- und Unterlauf. So investieren wir konkret in Artenvielfalt, gesunde Gewässer und nachhaltige Lebensräume.“ Damit Fische dauerhaft überleben, müssen sie lange Wanderungen unternehmen. Wehre, Geschiebesperren und Sohlstufen unterbrechen diese Lebensadern oft seit Jahrhunderten. Die neue Fischaufstiegshilfe stellt die Durchgängigkeit des Flusses wieder her und sorgt dafür, dass Ober- und Unterlauf ökologisch wieder miteinander verbunden sind.
Projekt kostete rund 800.000 Euro
Die Gesamtkosten des Projekts belaufen sich auf rund 800.000 Euro. Finanziert wurde die Fischaufstiegshilfe durch das Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Regionen und Wasserwirtschaft, das Land Kärnten, den Biodiversitätsfonds sowie die Stadtgemeinde Hermagor-Pressegger See. Die Bauarbeiten fanden von Mai bis Oktober 2025 statt. Dabei wurden rund 316 Kubikmeter Beton, 25 Tonnen Bewehrungsstahl und bis zu 400 Tonnen Steinschlichtungen für Ufersicherungen und Becken verbaut, ein solides Fundament für die Gössering als lebendiger Naturraum. Mit der Fertigstellung der Fischaufstiegshilfe setzt Kärnten ein deutliches Zeichen für gelebten Gewässerschutz, Artenvielfalt und nachhaltige Wasserbewirtschaftung, ein Gewinn für Natur, Tiere und Menschen gleichermaßen. Fellner abschließend: „Frei wandernde Fische, lebendige Gewässer, so schaffen wir Lebensadern für viele Generationen.“