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/ ©Büro LHStv. Gruber
Das Bild auf 5min.at zeigt Politiker bei der Verkündigung nächster Schritte in Bezug auf den Plöckenpass.
Cristina Amirante (3. v. l.) und Martin Gruber (4. v. l.) nahmen an der Präsentation der Ergebnisse der Machbarkeitsstudie zum Plöckenpassausbau teil.

So geht es mit dem Plöckenpass weiter

Der Basistunnel am Plöckenpass kommt nicht. Beim Ausbau des Plöckenpasses setzen Kärnten und Friaul stattdessen wohl auf eine neue Alternativtrasse – doch die Finanzierung muss noch geklärt werden.

von Gerrit Tscheru Das Bild auf 5min.at zeigt Gerrit Tscheru.
2 Minuten Lesezeit(447 Wörter)
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Eine der drei Varianten zum Plöckenpassausbau ist nun endgültig vom Tisch – nämlich der Basistunnel. Das gaben Kärntens Landeshauptmann-Stellvertreter Martin Gruber und die friulanische Landesrätin Cristina Amirante nach der Abschlusspräsentation der gemeinsamen Machbarkeitsstudie in Tolmezzo bekannt.

Alternativtrasse als beste Option

In den vergangenen Monaten hatte eine bilaterale Arbeitsgruppe mehrere Varianten für den Ausbau des Plöckenpasses als wichtige Verbindung zwischen Kärnten und Friaul geprüft – nämlich Basistunnel, Scheiteltunnel, Alternativtrasse sowie den Erhalt der bestehenden Strecke. Das Ergebnis: Die Alternativtrasse liegt in der Bewertung der Experten an erster Stelle. Auch ein Scheiteltunnel wäre technisch machbar, aber mit geschätzten 531 Millionen Euro Baukosten schwer finanzierbar. Vom Basistunnel und einer bloßen Bestandserhaltung raten die Fachleute ab.

Nationale Finanzierung notwendig

„Auf Basis dieser Faktenlage haben wir gemeinsam beschlossen, die Variante des Basistunnels auszuschließen und daher nicht weiter zu verfolgen“, erklären Gruber und Amirante. Der Scheiteltunnel wiederum soll nur dann weiterverfolgt werden, wenn sich die österreichische und italienische Regierung zur Finanzierung verpflichten. „Friaul und Kärnten können sich den Scheiteltunnel alleine nicht leisten“, so Gruber. Auch für die Alternativtrasse, deren Kosten auf rund 150 Millionen Euro geschätzt werden, ist eine nationale Finanzierung nötig. Die italienische Straßenverwaltung ANAS wird nun beauftragt, die Unterlagen für Gespräche mit den nationalen Ministerien vorzubereiten. EU-Fördermittel stehen derzeit übrigens nicht zur Verfügung, da der Plöckenpass kein Teil des Transeuropäischen Verkehrsnetzes (TEN-V) ist, so das Ergebnis mehrerer Gespräche mit Vertretern der Europäischen Investitionsbank.

Kärnten und Friaul werden weiter zusammenarbeiten

Eine technische Arbeitsgruppe soll künftig die weiteren Planungsschritte zwischen Kärnten, Friaul und der ANAS koordinieren. „Wir haben nun eine nachvollziehbare Bewertungsgrundlage und konnten die weitere Vorgehensweise abstimmen. Fest steht, dass Kärnten und Friaul weiterhin gemeinsam auftreten und entscheiden werden“, so Gruber und Amirante. Ziel bleibe es, keine neue Transitroute zu schaffen, sondern eine moderne und sichere Infrastruktur für die Bevölkerung und Betriebe vor Ort.

Grüne begrüßen Absage an Transitroute

Die Grünen Kärnten sind mit der Entscheidung, keine neue Transitroute über den Plöckenpass zu schaffen, zufrieden. „Die Ergebnisse der Machbarkeitsstudie sprechen eine eindeutige Sprache – damit sind beide Tunnelvarianten vom Tisch, und das ist gut so“, betont Nationalratsabgeordnete und Landessprecherin Olga Voglauer in einer Presseaussendung. Gleichzeitig verweist sie darauf, dass es nun eine verlässliche und sichere Verbindung zwischen Oberkärnten und Friaul brauche und dass die Pläne für die Alternativtrasse genau geprüft werden sollen. „„Auch bei der Alternativtrasse braucht es klare ökologische Leitplanken. Eine moderne Verkehrspolitik muss Sicherheit und Nachhaltigkeit verbinden“, so Voglauer abschließend.

Hinweis: Dieser Beitrag wurde am 13.11.2025 um 17:55 Uhr aktualisiert
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