
Im Schloss Porcia geisterts weiter
Die Gräfin „Salamanca“ die angeblich im Schloss Porcia in Spittal weiter nachts durch die Räume spukt, hat jetzt wieder ein Mal Besuch erhalten, die Villacher Grenzwanderer haben wieder so einiges zu erzählen.
Der Chef der geisterhaften Truppe, Michael Amlacher hat alles genau festgehalten: „Anfang November machte sich das Team der GRENZWANDERER auf, um dem bekannten Schloss Porcia, im dem sich bereits einige Geschichten, die mit paranormalen Aktivitäten in Verbindung gebracht werden konnten, einen Besuch abzustatten. Freundlicherweise wurde diese paranormale Mission durch Bürgermeister Gerhard Köfer möglich gemacht.“, freut er sich. Und: “Ausgestattet mit Geräten, die auf Geräusche, Bewegung, Berührung oder elektromagnetische Felder reagieren, starteten wir mit einer erweiterte Gruppe in eine Nacht ins Ungewisse. Wir können nie wissen, was tatsächlich passieren wird“ berichtet uns der paranormale Ermittler.
Sind es wirklich Geister?
Vor Ort seien im Normalfall wenige Aktivitäten hör oder sichtbar. Meist sind es die so genannten Auswertungsergebnisse, die das Gesamtbild eines Abend sicht-oder hörbar machen. „die Audioauswertung der Stimmenphänomene nimmt einiges an Zeit in Anspruch“ führt Amlacher weiter aus. Ob er sicher ist, dass es wirklich Geister sind, die auf den Aufnahmen hörbar sind, wollte 5 Minuten wissen. „Geister ist der Überbegriff so zu sagen. Ob es sich tatsächlich um Geister handelt, können auch wir nicht sagen. Eins ist jedoch sicher, es muss etwas sein, dass eine gewisse Intelligenz besitzt, um uns antworten zu können, vor Allem, wenn wir Antworten passend auf unsere Fragen oder aber nach recherchierbare Antworten erhalten“.
Keine Action und Schockmomente, sondern authentisch
Der paranormale Ermittler erklärt uns, dass sich die Erwartungshaltung der Zuseher verändert hat. Viele sollen sich Action und Schockmomente erwarten, die ein Team wie die GRENZWANDERER, das auf authentische Art handelt und das Erlebte der Öffentlichkeit auch näherbringt, nicht bieten kann. „Es ist zu beobachten, dass Einige aus der sogenannten Ghosthunterszene beginnen Ergebnisse zu verfälschen und das deshalb um Klicks zu generieren. Davon nehmen wir zu einhundert Prozent Abstand. Das, was unsere Zuseher auf unserem Youtube Kanal kostenlos anschauen können ist und bleibt echt. Darüber hinaus verdienen wir nichts damit, was uns auch bereits angelastet worden ist.“ Dass Audioaufnahmen natürlich gefiltert und verstärkt werden müssen, verstehe sich von selbst“, meint der Teamgründer, „da ansonsten keine Chance bestehen würde, etwas zu verstehen“.
„Es sind jedenfalls unglaubliche Dinge passiert“
Ob man nun schon etwas sagen könne, will 5 Minuten wissen. Michael Amlacher hält sich bedeckt, es werde eine Presseausschreibung durch die Stadtgemeinde Spittal geben. Die Medienvertreter bekommen die Möglichkeit, im Zuge einer Pressekonferenz erste Auswertungsergebnisse zu erfahren. „Ich werde vor Ort sein und über das Erlebte berichten“. Auf die Frage von 5 Minuten wann denn mit einer Konferenz zu rechnen ist, antwortet Amlacher: „Nicht mehr in diesem Jahr, da die Auswertungen noch andauern. Ich gehe vom Jänner 2026 aus.“ Der Villacher macht es dann spannend und meint kryptisch: „Es sind jedenfalls unglaubliche Dinge passiert, für die das Team keine rationalen Erklärungen gefunden haben will“. Auch eine neue Technik, mit der man Kontakt „nach drüben aufgenommen haben möchte, habe sich als unfassbar mit erstaunlichen Ergebnissen herausgestellt. Da sind wir gespannt, was das Team der GRENZWANDERER berichten wird.
Voraussichtlich im Februar 2026 auf Youtube
Die ganze Auswertung und Folge soll voraussichtlich im Februar 2026 auf Youtube zu sehen sein. Michael Amlacher möchte unbedingt hinzufügen, dass die Thematik an sich schon teilweise sehr belächelt wird, so sei er dankbar, dass das Miteinander mit dem Bürgermeister Gerhard Köfer, samt allen Abteilungen und MitarbeiterInnen der Stadtgemeinde Spittal respektvoll, höflich und vor allem auf Augenhöhe funktioniert hat. Es war und wartet jedenfalls noch ein Stück Arbeit: „Ehre wem Ehre gebührt, denn auch das gehört zu einer paranormalen Ermittlung dazu, sie beginnt nicht mit dem Besuch einer Örtlichkeit und endet nicht mit der Heimfahrt. Es sind Vorbereitungen, Planungen, Vereinbarungen von Nöten, damit es überhaupt zu einem Termin kommt. Nicht zu vergessen, die Nacharbeit, Auswertung und letztendlich Schnitt der Dokumente.
Die Sage der Gräfin Salamanca:
Vor rund 500 Jahren lebten die Grafen Salamanca auf Schloss Porcia. Der gutmütige Georg von Salamanca stand im Gegensatz zu seiner Frau Katharina, die als grausam und stolz galt. Nur ihren Sohn Johannes liebte sie. Als die hungernde Bevölkerung nach einem Fest auf Essensreste wartete, jagte Katharina sie davon. Der alte Messner kam zu spät und wurde von ihren Doggen getötet. Sterbend verfluchte er sie: Johannes werde genauso sterben. Der Sohn des Messners, ein spanischer Reiter, suchte Jahre später nach seinem Vater. Johannes verschwieg ihm die Wahrheit. Aus Dankbarkeit schenkte er Johannes zwei edle Hunde. Doch als Johannes diese streichelte, fielen die Doggen der Gräfin über ihn her. Er starb beim Versuch, die Tiere zu trennen und der Fluch erfüllte sich. Nach dem Verlust ihres Sohnes verrohte Katharina vollends. Sie ließ ihre Schätze einmauern und tötete den Maurer und ihre Zofe, indem sie sie im Verlies einschloss. Der Legende nach wandelt die Gräfin Salamanca bis heute ruhelos durch Schloss Porcia… gequält von Schuld und Habgier.
Quelle: Museum Spittal



