Millioneninvestition: Unternehmer entwickelt Wohnprojekt in der Altstadt
In der Villacher Altstadt wird ein Gebäude an der Bambergergasse 5 umfassend revitalisiert. Der Multiunternehmer Josip Maric hat das Objekt über seine Unternehmensgruppe „Nice Homes Immobilien“ erworben und plant neuen Wohnraum.
Insgesamt sollen acht Wohnungen entstehen, auch der bisherige Gastrobereich im Erdgeschoß wird zu Wohnraum umgebaut.
Gebäude wird umfassend saniert
Das Haus in der Nähe des Kaiser-Josef-Platz sei in den vergangenen Jahrzehnten kaum instand gehalten worden, sagt Maric. „Das Objekt erfuhr keine Revitalisierung. Einzig die Fenster wurden erneuert. Die Fassade ist im Rohzustand, innen ist der Zustand schwierig, weil es viel Feuchtigkeit gibt.“ Trotz des Sanierungsaufwandes habe die zentrale Lage den Ausschlag für den Kauf gegeben. Die zu revitalisierende Fläche umfasst rund 360 Quadratmeter. Für Ankauf und Sanierung werde eine Gesamtinvestitionssumme von über einer Million Euro veranschlagt.
Holpriger Start, ambitionierter Zeitplan
Die Einreichphase gestaltete sich laut Maric zunächst schwierig. „Es ist komplexer als ein alltägliches Bauprojekt“, sagt er. Das Bauamt der Stadt Villach habe nach der formalen Einreichung aber rasch reagiert. „Es gab zwei, drei Punkte, die sich als Stolpersteine erwiesen. Das Team im Bauamt und Bürgermeister Günther Abel haben jedoch schnell Lösungen gefunden. Dafür sind wir dankbar.“ Die Fassadenarbeiten sollen noch heuer beginnen. Derzeit wartet der Investor noch auf den Baubescheid für das Brandschutzkonzept. Die Fertigstellung ist für April 2026 vorgesehen.
„Innenstadt braucht Wohnraum und junge Menschen“
Unter dem Titel „Neues Marktviertel Quartiershaus josefsmarkt Villach“ wird in der Nähe der noch viel passieren. Maric sieht in der Entwicklung der Innenstadt eine zentrale Zukunftsaufgabe. Die Unternehmensgruppe wolle zu einer „modernen, urbanen und belebten“ Stadt beitragen. „Ich sehe Chancen in innerstädtischen Wohnprojekten, kleinen Einheiten für junge Menschen und der Schaffung von mindestens 100 unterirdischen Parkplätzen“, so Maric. Villach sei zwar klein, aber wirtschaftlich stark: „Mit den Industriebetrieben haben wir großes Potenzial für Zuzug und Lebensqualität.“ Die allgemeine Immobiliensituation bewertet er hingegen zurückhaltend: „In interessanten Lagen steigen die Preise. Villach bleibt aufgrund der Industrie attraktiv. Die Zinspolitik ist mit rund drei Prozent stabil – sinken die Zinsen, steigen die Immobilienpreise. Wenn kein Neubau entsteht, entsteht kein Preisdruck.“ Eine rasche Wende am aktuellen Immobilienmarkt sieht er demnach nicht.