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V. l. n. r.: Andreas Jesse, LR Sebastian Schuschnig, LR.in Beate Prettner, Martin Essl und René Regenfeldner
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Zero Project: Kärntner Unternehmen setzen verstärkt auf Inklusion im Job

Kärntens Unternehmen entdecken Inklusion als Erfolgsfaktor: Beim „Zero Project Unternehmensdialog“ zeigen Politik, Wirtschaft und Best-Practice-Betriebe, wie Fachkräftemangel entschärft werden kann - und neue Perspektiven öffnet.

von Nico Deutscher Das Bild zeigt das Profilbild von 5 Minuten-Redakteur Nico Deutscher.
2 Minuten Lesezeit(372 Wörter)
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Beim heutigen „Zero Project Unternehmensdialog“ machten Landesrätin Beate Prettner (SPÖ), Wirtschaftslandesrat Sebastian Schuschnig (ÖVP) und Projektgründer Martin Essl deutlich: Berufliche Inklusion ist in Kärnten nicht mehr Randthema, sondern Chance – gerade in Zeiten des anhaltenden Fachkräftemangels.

Quote ist seit 2022 gestiegen

Immer mehr Betriebe erfüllen die gesetzliche Einstellungspflicht und profitieren von neuen Perspektiven im Arbeitsalltag. „Die besten Argumente liefern jene Betriebe, die es bereits erfolgreich tun – sie zeigen tagtäglich, dass Menschen mit Behinderung wertvolle Mitarbeitende sind und Unternehmen gerade in herausfordernden Zeiten enorm stärken“, so Prettner. Schuschnig betont die ökonomische Dimension: „Inklusion ist nicht nur ein gesellschaftspolitisch wichtiges Thema, es kann für Unternehmen auch zum Erfolgsfaktor werden.“ Aktuell leben in Kärnten 13.280 begünstigte Beeinträchtigte, 1.197 Unternehmen wären zur Einstellung verpflichtet, 430 erfüllen diese Pflicht – die Quote ist seit 2022 um fünf Prozentpunkte gestiegen. Gleichzeitig werden jährlich rund 5,7 Millionen Euro an Ausgleichstaxe bezahlt. Prettner stellt klar, dass „passende Rahmenbedingungen und konkrete Unterstützung notwendig sind, damit Inklusion im Betrieb wirklich funktionieren kann“.

Wirkung auf persönlicher Ebene

Ein Leuchtturmprojekt ist das ChancenForum von autArK, das seit über 20 Jahren inklusive Arbeitsplätze schafft. Ein Beispiel: Eine Mitarbeiterin von „HorSense – Verein für therapeutisches Reiten“ wurde über das Modell „ChancenForum light“ qualifiziert und ab November 2025 fix angestellt. Zero-Project-Gründer Essl unterstreicht die Wirkung auf persönlicher Ebene: „Auf diese Weise erfahren sie Wertschätzung und das Gefühl, einen wichtigen Beitrag zu leisten – Aspekte, die ihr Selbstbewusstsein nachhaltig stärken.“ Wie Inklusion auch wirtschaftlich wirkt, zeigt Stora Enso in Bad St. Leonhard, wo sieben Menschen mit Beeinträchtigung im Einsatz sind. „Vielfalt stärkt das Unternehmen – wir sehen, dass […] die Motivation im Team steigt und der Zusammenhalt gestärkt wird“, sagt Ausbildungsleiter René Regenfeldner. autArK-Geschäftsführer Andreas Jesse verweist zudem auf professionelle Unterstützung wie NEBA: Inklusion stärke gerade in herausfordernden Zeiten die Unternehmenskultur spürbar.

Unternehmensdialog mit Ex-Skispringer

Am Nachmittag startete dann im Spiegelsaal der Kärntner Landesregierung der 8. Zero Project Unternehmensdialog. Neben Best-Practice-Beispielen gibt Ex-Skispringer Lukas Müller Einblicke in seinen Weg nach dem Unfall und zeigt, wie Unternehmen durch konsequente Inklusion wirtschaftlichen Erfolg und menschliche Vielfalt verbinden können.

Hinweis: Dieser Beitrag wurde am 26.11.2025 um 14:46 Uhr aktualisiert
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