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/ ©LPD Kärnten/Handler
Das Bild zeigt den Chor aus Arnoldstein.
Die fünf Ausnahmemusiker von SAXROYAL beim Abschiedskonzert des Grenzlandchors Arnoldstein im Stadtsaal Feldkirchen.

Grenzlandchor Arnoldstein verabschiedete sich von der großen Bühne

Der Grenzlandchor Arnoldstein verabschiedet sich nach fast 80 Jahren von der Bühne – begleitet von Wehmut, Dankbarkeit und hohen Landesauszeichnungen.

von Nico Deutscher Das Bild zeigt das Profilbild von 5 Minuten-Redakteur Nico Deutscher.
2 Minuten Lesezeit(343 Wörter)
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Mit dem Konzert „… langsam tuats stiller werden …“ im Stadtsaal Feldkirchen nahm der Grenzlandchor Arnoldstein Abschied von der großen Bühne – und von 78 Jahren Chorgeschichte. Gleichzeitig wurden prägende Persönlichkeiten des Chores mit hohen Landesauszeichnungen geehrt.

„Ein Botschafter des Musiklandes Kärnten“

Kulturreferent LH Peter Kaiser würdigte den Chor als kulturelle Brücke Kärntens:
„An der Schnittstelle von den drei Europa prägenden Kulturen – der germanischen, romanischen und slawischen – hat der Chor den Begriff Grenze eine neue Bedeutung gegeben, indem er das Verbindende in den Mittelpunkt gerückt hat.“ Der Grenzlandchor sei ein „wichtiger internationaler Botschafter des Musiklandes Kärnten“, der weltweit aufgetreten sei. Auch wenn dies ein Abschiedskonzert sei, werde „der verbindende Gedanke des Grenzlandchors in vielen kleinen Konzerten weiterleben“. Im Rahmen des Abends erhielt Chorleiterin und Liedschöpferin Hedwig „Hedi“ Preissegger-Komposch das Große Goldene Ehrenzeichen des Landes Kärnten. Weitere Auszeichnungen gingen an Stefan Marko, Christian Trattner, Daniela Petritsch und Gottfried Stollwitzer.

Dank, Wehmut und ein langer Atem

Arnoldsteins Bürgermeister Reinhard Antolitsch sprach dem Chor seine Anerkennung aus:
„Wenn wir uns heute verabschieden, so tun wir das nicht nur mit Wehmut, sondern danken auch jeder Stimme, die den Klangkörper Grenzlandchor getragen hat.“ Obmann Stefan Marko erinnerte an die besondere Gemeinschaft, die den Chor über Jahrzehnte getragen hat: „Heute ist ein Abend voller Erinnerung, Dankbarkeit, Wehmut, aber auch der Freude: Wir erinnern uns, dass der Grenzlandchor für viele Menschen ein Zuhause war, in dem die Herzen stets im Gleichklang geschlagen haben.“

Ein Blick zurück – und nach vorn

Der Chor geht auf die 1940er-Jahre zurück, als Gretl Komposch mit einer kleinen Gruppe Idealisten die regionale Sangeskultur neu belebte. Seit der offiziellen Gründung 1947 wurde der Grenzlandchor zu einem klingenden Symbol Kärntens. Zuletzt bestand er aus 25 Sängerinnen und Sängern. Auch wenn der Chor sich von der großen Bühne verabschiedet, bleibt er aktiv: In kleineren Formationen sind noch mehrere Adventauftritte geplant – in Hermagor (30. November), Arnoldstein (14. Dezember) und der Nikolaikirche Villach (20. Dezember).

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