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/ ©Montage: Canva
Das Foto auf www.5min.at zeigt eine Kindergartengruppe und die Silhouette eines Protestanten.
Auch in Kindertagesstätten und Kindergärten sowie in der Nachmittagsbetreuung streiken die Beschäftigten.

Streik in Kärnten: Auch Kindergärten legen Arbeit nieder

Am 4. Dezember legen die Beschäftigten aus den privaten Gesundheits-, Sozial- und Pflegeberufen für ein bis zwei Stunden ihre Arbeit nieder. Auch Kindergärten sind betroffen.

von Julia Strammer Das Foto auf www.5min.at zeigt die Onlineredakteurin Julia Strammer von 5 Minuten.
2 Minuten Lesezeit(269 Wörter)

Nicht nur die Beschäftigten von Pflegeeinrichtungen, der mobilen Pflege, von Einrichtungen für Menschen mit Behinderung oder der Familienintensivbetreuung legen am 4. Dezember in Kärnten ihre Arbeit nieder. Auch in Kindertagesstätten und Kindergärten sowie in der Nachmittagsbetreuung streiken die Beschäftigten. Sie wollen damit ihren Forderungen nach vier Prozent Lohnerhöhung und verbesserten Arbeitsbedingungen Nachdruck verleihen.

Betroffene Eltern wurden informiert

Insgesamt zwölf Kita- und Kindergartengruppen und fünf Einrichtungen der Nachmittagsbetreuung sind in Kärnten vom Streik betroffen. „Für diese Kinder findet am 4. Dezember in der Zeit, in der gestreikt wird, keine Betreuung statt. Wir haben die betroffenen Eltern informiert und ihnen auch erklärt, dass der Ausfall notwendig ist, um eine wertschätzende Gehaltserhöhung für die Beschäftigten zu erwirken“, so Valid Hanuna von der Gewerkschaft GPA.

Rechtslage: Ausfall der Kinderbetreuung als Dienstverhinderung

Urlaub müssen die betroffenen Eltern deshalb keinen konsumieren. „Wenn es keine andere Betreuungsmöglichkeit für das Kind gibt, fällt die Schließung des Kindergartens bzw. der Betreuungseinrichtung unter Betreuungsfreistellung bzw. Dienstverhinderung“, klärt Hanuna auf. Sind aber andere Betreuungspersonen vorhanden, sind diese heranzuziehen. Die Dienstverhinderung muss dem Arbeitgeber gemeldet und auf Verlangen auch nachgewiesen werden.

Sozialwirtschaft-KV: Weitere Maßnahmen geplant

Bereits am Dienstag, Mittwoch und auch am Donnerstag werden an weiteren Standorten Betriebsversammlungen abgehalten, an denen Streikbeschlüsse eingeholt werden. Am 11. Dezember findet die nächste Verhandlungsrunde statt. „Sollte es da erneut zu keiner Einigung kommen, findet am 16. Dezember eine größere Maßnahme im öffentlichen Raum in Kärnten statt“, so Hanuna abschließend.

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