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/ ©Montage: Canva & privat
Eine Bildmontage auf 5min.at zeigt eine Frau sowie die überschwemmten Dörfer in Sri Lanka.
Ein verheerender Zyklon traf am Freitagmorgen auf die Ostküste Sri Lankas.

Kärntnerin auf Sri Lanka: „Es war schlimm mitanzusehen“

Vier Wochen lang ist die Kärntnerin Jana H. für ein Praktikum in Sri Lanka. Dort tobte am Wochenende der Zyklon „Ditwah“. Sie erzählt: "Habe so etwas noch nie in einem solchen Ausmaß erlebt!"

von Tanja Janschitz Tanja Janschitz Onlineredaktion 5min.at
2 Minuten Lesezeit(375 Wörter)

Ein verheerender Zyklon traf am Freitagmorgen auf die Ostküste Sri Lankas. Der tropische Wirbelsturm zog eine Spur der Verwüstung. Hinzu kamen starke Regenfälle, welche für massive Überschwemmungen sorgten. Die Lage in der Inselnation südlich von Indien ist dramatisch. Bis Montagnachmittag (MEZ) haben die Einsatzkräfte nach offiziellen Angaben 355 Tote gefunden. Mehr als 360 Personen gelten weiterhin als vermisst.

Zyklon verfehlt Kärntnerin nur knapp

Am Rande der Naturkatastrophe – nämlich in der Stadt Galle an der Südwestküste Sri Lankas -befindet sich auch die Kärntnerin Jana H. Sie hat vor kurzem ihr Studium als Krankenschwestern abgeschlossen und sich dazu entschieden, dort ein vierwöchiges, freiwilliges Praktikum zu machen. „Genau an dem Wochenende, bevor der Zyklon Sri Lanka getroffen hat, bin ich auf die Malediven geflogen“, erzählt sie im Gespräch mit 5 Minuten. Freunde hätten ihr Videos geschickt. „Es hat tagelang nur geregnet. Sie durften das Haus nicht verlassen.“

©privat | Jana H. ließ der Redaktion aktuelle Aufnahmen aus Sri Lanka zukommen.

Kärntnerin spricht über Sturmfolgen

In Galle selbst sei der Zyklon nicht so schlimm gewesen. „Es gibt lediglich überschwemmte Felder“, so die Kärntnerin. „Ich weiß nur, dass ich mit dem Wasser nicht in Kontakt kommen darf, und wir als Präventivmittel Doxycyclin nehmen sollen, um keine Leptospirose [eine akut verlaufende Infektionskrankheit] zu bekommen.“ Anderswo sehe die Lage aber anders aus: „Die Häuser sind teilweise komplett überflutet, Straßen sind weggerissen, Brücken wurden weggerissen und leider sind mittlerweile über 350 Menschen gestorben und Hunderte werden vermisst.“

Spendenaktion für Betroffene

„Ich war einfach nur schockiert, ich habe so etwas noch nie in so einem Ausmaß erlebt“, betont die Kärntnerin. Gemeinsam mit ihrer Freundin Lisa hat sie daher den Entschluss gefasst, eine Spendenaktion für die Betroffenen auf Sri Lanka ins Leben zu rufen: „Wir wissen, dass wir alleine nicht alles verändern können – aber gemeinsam können wir viel bewirken. Die Menschen hier haben uns so viel gegeben, und jetzt möchten wir etwas zurückgeben.“ Gesammelt werden die Spenden über die Plattform GoFundMe. „Den gesamten Betrag werden wir anschließend direkt an eine vertrauenswürdige Hilfsorganisation hier in Sri Lanka weitergeben, damit die Unterstützung genau dort ankommt, wo sie jetzt am dringendsten gebraucht wird.“

Hier geht es zu der Spenden-Aktion:

©privat | Um den Betroffenen zu helfen, haben Jana und ihre Freundin Lisa eine Spendenaktion gestartet.
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