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/ ©Montage: Canva
Eine Bildmontage auf 5min.at zeigt zwei Pensionisten, die über Rechnungen brüten. Im Hintergrund sind Geldscheine zu sehen.
Das Ehepaar war seit Monaten vergeblich um eine faire Abwicklung bemüht.

AK erkämpft 86.000 Euro für Pensionisten nach Erdrutsch-Schaden

Ein 86-jähriger Kärntner suchte Hilfe bei der Arbeiterkammer Kärnten, nachdem seine Versicherung einen schweren Schaden an seinem Wohnhaus nicht vollständig ersetzen wollte.

von Julia Strammer Das Foto auf www.5min.at zeigt die Onlineredakteurin Julia Strammer von 5 Minuten.
2 Minuten Lesezeit(324 Wörter)

Der Pensionist war seit Monaten vergeblich um eine faire Abwicklung bemüht. AK-Präsident Günther Goach betont: „Wer in Konflikten mit Versicherungen oder anderen Vertragspartnern nicht weiterkommt, sollte sich rechtzeitig Unterstützung holen. Wir bieten kostenlose Hilfe, prüfen Ansprüche und setzen uns konsequent für Konsumenten ein!“

Auf dem Bild bei 5min.at sieht man den Arbeiterkammer-Präsidenten Günther Goach.
©AK Kärnten/Gernot Gleiss
Gütnher Goach betont, wie wichtig es ist sich rechtzeitig Unerstützung zu holen,

Erdmasse riss Loch in die Hausmauer

Im Jahr 2023 ereignete sich nach einer langen Regenperiode ein dramatischer Vorfall: Eine rund zehn Meter hohe Böschung gab nach und rutschte ab. Die Erdmasse krachte direkt in das Wohnhaus eines Kärntner Ehepaars und riss ein etwa acht Meter breites Loch in die Hausmauer. Der von der Versicherung entsandte Sachverständige bezifferte den Schaden auf rund 135.000 Euro. Trotz dieses klaren Gutachtens überwies die Versicherung lediglich 35.000 Euro – und reagierte danach nicht mehr. Mehrere Versuche des Betroffenen, eine Rückmeldung oder Klärung zu erhalten, blieben ohne Erfolg.

86-Jähriger wandte sich an den Konsumentenschutz

Schließlich wandte sich der 86-Jährige im Jahr 2024 an den AK-Konsumentenschutz. Die Experten setzten sich direkt mit der Versicherung in Verbindung. „Uns war klar, dass hier rasch gehandelt werden muss – vor allem, weil der Mann seine finanziellen Reserven bereits vollständig für die Reparaturen des Wohnhauses aufgebraucht hatte“, erklärt Konsumentenschützer Stefan Pachler. Es folgten intensive Gespräche und umfangreiche Schriftwechsel, die sich über mehrere Monate erstreckten. „Wir haben die Versicherung wiederholt aufgefordert, den eigenen Sachverständigen ernst zu nehmen und den Schaden korrekt zu regulieren“, so Pachler weiter. Der Einsatz zeigte Wirkung: Nach zähen, aber erfolgreichen Verhandlungen konnte schließlich eine Schadensablöse von rund 86.000 Euro erzielt werden.

Das Foto auf www.5min.at zeigt Stefan Pachler.
©AK Kärnten_Helge Bauer
Stefan Pachler stand mehrere Monate lang mit der Versicherung im Austausch.

„Starke Partnerin“

„Gerade in komplexen oder festgefahrenen Fällen ist es wichtig, eine starke Partnerin wie die Arbeiterkammer an seiner Seite zu wissen. Die AK steht Betroffenen kostenlos zur Seite, überprüft Verträge und Forderungen und setzt sich mit Nachdruck für eine faire Lösung ein“, so Goach abschließend.

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