Kärntnerin wird zur Lebensretterin: „Habe Hoffnung schon aufgegeben…“
Vier Jahre lang sollte eine 22-jährige Kärntnerin warten, ehe sie zur Stammzellenspende gerufen wurde. Dann aber ging alles schnell. Wie es ihr während dieser Zeit gegangen ist, erzählt sie nun.
Es ist vier Jahre her, als sich die 22-jährige Selina aus Wolfsberg ein Typisierungsset nach Hause bestellt hat und sich so ganz einfach als Stammzellspenderin registrieren hat lassen. Nun hat sie einem kleinen Kind und damit auch seiner ganzen Familie aus Westeuropa neue Hoffnung auf ein Leben geschenkt.
Hast du dich schon typisieren lassen?
„Jetzt ist es so weit und ich kann helfen“
„Ich wollte unbedingt helfen“, erklärt die 22-Jährige nun, wieso sie sich typisieren hat lassen. Daraufhin hat sie auch regelmäßig E-Mails vom Verein „Geben für Leben“ bekommen, sich immer drüber gefreut und sich gedacht: „Jetzt ist es so weit und ich kann helfen.“ Aber es sollte vier Jahre lang dauern, die Wolfsbergerin hab die Hoffnung schon ein wenig aufgegeben, wie sie selbst zugibt. Doch dann plötzlich, am 30. September 2025, war es so weit. Da war die E-Mail kein Newsletter oder dringender Typisierungsaufruf sondern tatsächlich eine Anfrage zur Stammzellenspende. „Ich konnte es kaum glauben, als ich den Inhalt der E-Mail las“, so Selina.
Kärntnerin nahm allererste Operation „gerne auf sich“
Schließlich ging dann alles recht schnell, am 12. November 2025 hat auch schon die Spende stattgefunden. „Das war auch meine allererste Operation, die ich aber gerne auf mich nahm, weil ich wusste, was sie für diesen Patienten bedeutet“, weiß die 22-Jährige. Und: „Ich hoffe, dass ich dem Kind sein Leben schenken durfte und es noch viele schöne Abenteuer erleben kann.“
So kannst auch du zum Lebensretter werden
Übrigens: Auch du kannst ganz einfach zum Lebensretter werden. Dazu muss man sich nur typisieren lassen – etwa im Rahmen einer Aktion, die regelmäßig in den unterschiedlichsten Regionen Österreichs stattfindet – oder sich selbst typisieren, indem man sich ein Set nach Hause bestellt. „Es war ganz einfach durchzuführen – mittels eines Wangenabstrichs“, erinnert sich etwa Selina an den Prozess bei ihr. Alle Informationen zur Typisierung bekommst du hier auf der Homepage von „Geben für Leben“.