„Jedes Kind soll ruhig schlafen können“ – Kinderschutz im Kärntner Sport
Am Donnerstag stand im Sportpark Klagenfurt der Schutz von Kindern und Jugendlichen im Sport im Mittelpunkt. Die Infoveranstaltung wurde mit großem Interesse besucht – ein deutliches Zeichen für die Bedeutung dieses Themas.
Am Donnerstag ging es bei einem Informationsabend im Sportpark in Klagenfurt, der Schutz von Kindern und Jugendlichen im Fokus. Über das große Interesse freuten sich Bildungs- sowie Kinder- und Jugendschutzreferent Landesrat Peter Reichmann (SPÖ), der auch stellvertretend für Sportreferent Landeshauptmann Peter Kaiser (SPÖ) sprach, und Landessportdirektor Arno Arthofer. „Dass Vertreterinnen und Vertreter von rund 50 Sportfachverbänden sowie der drei Dachverbände hier zusammenkommen zeigt nicht nur den Stellenwert des Themas, sondern zeugt auch vom großen Engagement, das hier in Kärnten in diesem Bereich bereits gezeigt wird“, waren sich die beiden einig.
Schutz als zentrales Anliegen
Dieses Thema ist im Kärntner Sport schon immer ein zentrales Anliegen – egal, ob es um den Vereinsalltag, Trainingslager oder Fahrten zu Wettkämpfen geht. „Wir sind in Kärnten gerade dabei, den Kinder- und Jugendschutz neu zu strukturieren und durch effizientere Prozesse weiterzuentwickeln. Unser großes Ziel ist es, dass in Kärnten jedes Kind ruhig schlafen kann“, erklärt Reichmann.
Kinder- und Jugendschutz soll integriert werden
Auch der Initiator des Abends, Landessportdirektor Arthofer, sieht diese starke Rückmeldung als richtungsweisend: „Kärnten nimmt mit diesem strukturierten Ansatz eine Vorreiterrolle ein.“ Abteilungsleiterin Gerhild Hubmann erklärte, die neuen Zuständigkeiten der Abteilung 6 – Bildung und Sport ab dem kommenden Jahr. Im Rahmen der Neustrukturierung wird der Kinder- und Jugendschutz dort integriert. So sollen Schutzmaßnahmen und pädagogische Förderung eng verbunden werden.
„Kinderschutz ist ein gemeinsames Anliegen“
Im Mittelpunkt des Abends stand ein Impulsvortrag der DELFI-Kinderschutzzentren. Bereichsleiter Thomas Preßlauer erklärte dabei, wie wirksame Kinderschutzkonzepte im Sport entstehen und wie Fachverbände ihre Vereine mit praktischen, gut umsetzbaren Hilfestellungen unterstützen können. Im Anschluss konnten die Vertreter der Fachverbände direkt mit den Kinderschutz-Experten ins Gespräch kommen, um sportartspezifische Fragen zu klären. „Der Informationsabend setzt ein deutliches Zeichen: Kinderschutz ist ein gemeinsames Anliegen – und Kärntens Sportfachverbände gehen diesen Weg geschlossen und engagiert“, meinten Reichmann und Arthofer zum Abschluss.