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Das Bild auf 5min.at zeigt mehrere Personen, die mit Rechnungen beschäftigt sind.
In Österreichs Lehrplänen soll es künftig mehr Platz für Demokratie, Künstliche Intelligenz und Medien geben.

Lehrplan-Reform geplant: KI und Medien sollen mehr Platz bekommen

Bildungsminister Christoph Wiederkehr will die Lehrpläne modernisieren. Künstliche Intelligenz und Medien sollen mehr Raum bekommen – ein Schritt, den Kärntens Wirtschaft als längst überfällig bezeichnet. Wie seht ihr das?

von Tanja Janschitz Tanja Janschitz Onlineredaktion 5min.at
2 Minuten Lesezeit(336 Wörter)

In Österreich plant Bildungsminister Christoph Wiederkehr (NEOS) eine Überarbeitung der Lehrpläne. Sein Ziel ist es, mehr Kapazitäten für Themen wie Demokratie, Künstliche Intelligenz und Medien im Generellen zu schaffen. Für Martin Zandonella, Obmann der Fachgruppe UBIT in der Wirtschaftskammer Kärnten, ist das ein erster Schritt zur Erfüllung einer langjährigen Forderung: „Wir diskutieren diese Frage nicht erst seit gestern. Die Anpassung der Lehrpläne in der AHS-Oberstrufe in Richtung Informatik und KI ist ein langjähriges Anliegen der Fachgruppe UBIT.“

Ein Bild auf 5min.at zeigt Martin Zandonella, Obmann der Fachgruppe UBIT in der Wirtschaftskammer Kärnten.
©WKK / Helge Bauer
Am Foto: Martin Zandonella, Obmann der Fachgruppe UBIT in der Wirtschaftskammer Kärnten

„Lehrplan muss in der Gegenwart ankommen“

Zandonella: „Wenn wir junge Menschen auf das Leben und eine digitale Arbeitswelt vorbereiten wollen, reicht es nicht, Technologie nur punktuell zu streifen. Informatische Kompetenzen sind heute eine Kulturtechnik – genauso grundlegend wie Lesen, Schreiben und Rechnen.“ Die Wirtschaft spüre den Handlungsbedarf seit Jahren. Unternehmen aller Branchen suchen händeringend nach Fachkräften mit IT-Grundverständnis, analytischem Denken und digitaler Problemlösungskompetenz. „Wer KI nicht versteht, wird von ihr verstanden – aber nicht zu seinen Gunsten“, so Zandonella. „Es geht nicht darum, klassische Bildung abzuschaffen, sondern Prioritäten richtig zu setzen. Informatik und KI gehören ins Zentrum des Lehrplans, nicht an den Rand.“

Weniger Zeit für Fremdsprachen

Medienberichten zufolge, soll dafür der Lateinunterricht an AHS-Oberstufen künftig weniger Platz im Stundenplan einnehmen. An Schulen, wo die „tote“ Sprache nicht mehr unterrichtet wird, werden wiederum Unterrichtsstunden bei der zweiten lebenden Fremdsprache neben Englisch eingespart. Daher wollen wir von euch wissen: Wie steht ihr zu den geplanten Änderungen im Lehrplan?

Weniger Latein, mehr KI: Was haltet ihr von den neuen Lehrplan-Plänen?

Gute Idee – Digitalisierung ist wichtiger als Latein.
Teilweise sinnvoll – KI ja, aber zusätzlich.
Schlechte Idee – klassische Bildung darf nicht verloren gehen.
Ich bin noch unentschlossen.

Team Kärnten: „Ja zur Modernisierung der Lehrpläne“

Auch Team Kärnten-Chef Gerhard Köfer unterstützt die Pläne des Bildungsministers: „Es ist absolut notwendig, dass es hier zu einer grundlegenden Erneuerung kommt. Wir vom Team Kärnten haben uns bereits seit Jahren für eine stärkere Berücksichtigung von Demokratiebildung, Finanz- sowie Wirtschaftswissen und Technik bzw. Digitalisierung starkgemacht.“ Köfer verweist in diesem Zusammenhang auch auf zahlreiche unterschiedliche Landtagsinitiativen seiner Fraktion.

Hinweis: Dieser Beitrag wurde am 30.01.2026 um 14:04 Uhr aktualisiert
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