Die Sache mit dem Kopfschütteln
Du weißt: Es gibt so Tage, da wird man mit dem Kopfschütteln kaum mehr fertig. Zu schräg, zu unverständlich, zu kurios sind die Wendungen des Alltags. 5 Minuten hat wieder einige Beispiele für die Sache mit dem Kopfschütteln.
Beginnen wir der Jahreszeit entsprechend mit einem lauten „Lei-Lei“. Die Villacher Faschingsgilde, deren Hochblüte ohnehin vorbei zu sein scheint, ist sich nicht zu blöd, 100.000 Euro Entschädigung vom Attentäter von Villach zu fordern. Quasi als Wiedergutmachung der Folgen des Attentats, es mussten ja Sitzungen und sogar der Umzug abgesagt werden. Und da wäre richtig Geld geflossen. Geht’s noch? Wie schlecht kann ein Scherz eigentlich sein? Oder tut man den Narren Unrecht und das beanspruchte Geld ist als Unterstützung der Familie des 14-jährigen Todesopfers gedacht? Damit wäre ja die Unterstellung, man denke als Faschingsgilde nur an die Kohle, vom Tisch. Ganz sicher ist das so, Lei-Lei!
Brauchen wir weniger Latein und mehr KI?
Weil wir aber an dieser Stelle unserem Bildungssauftrag gerecht werden müssen, ein lautes „Cogito ergo sum“. Sie denken, also sind sie, unsere Politiker. Sie denken, Latein brauche ohnehin kein Mensch mehr und daher können wir dieser mausetoten Sprache den Garaus in der Schule machen und sie durch Künstliche Intelligenz ersetzen. Was ziemlich kurzsichtig gedacht ist. Zeit eines etwas längeren Lebens habe ich noch nie einen Tangens oder Cosinus gebraucht. Wird deshalb Mathematik auch gekürzt? Auch das Periodensystem der Elemente hat keinen wirklich Alltagswert. Naja, vielleicht für das Basteln explosiver Dinge, aber sonst? Also muss Chemie weg! Und erst die Sache mit Bock, Reck und blauer Matte … Also stoppt den Turnunterricht, weil wer braucht den schon? Geographie? Es gibt ja Google Maps! Latein gehört zu einer humanistischen Bildung einfach dazu und ist alles andere als tot. Quod erat demonstrandum! Was hiermit zu beweisen war.
Weniger Latein, mehr KI: Was haltet ihr von den neuen Lehrplan-Plänen?
Einsprüche führen zu Verzögerungen
Aber es wird weiter mit dem Kopf geschüttelt. Eine niederösterreichische NGO, das sind diese manchmal selbsternannten Retter des Universums, beeinsprucht den Ausbau des Klagenfurter Lakeside Parks. So ähnlich verzögerte auch eine steirische Gruppe die überfällige Umsetzung der Umfahrung Greifenburg. Angesichts solcher Torheiten verwundert es kaum, dass die Wirtschaft über ewig lange Verfahren klagt und der Wirtschaftsmotor stottert. Aber wartet nur, irgendeine extrem seltene Kampfgelse werden wir bei Projekten in Niederösterreich oder in der Steiermark schon finden, und wenn wir sie in einer Streichholzschachtel dorthin exportieren müssen. Dann kommt die Kärntner Retourkutsche.
Österreich ist nicht mehr „masernfrei“
Letztlich wollen wir noch über über die Masern wettern. Die WHO hat Österreich den Status als „masernfrei“ entzogen. In einem Atemzug mit Armenien und Aserbeidschan. Dabei wäre diese hochinfektiöse Viruserkrankung mit Impfungen zu verhindern. Impfen, das ist doch Teufelszeug! Sagen die Absolventen der YouTube-Universität. Und die müssen es ja wissen. Die sollten ab und zu Latein sprechen oder zumindest denken. Errare humanum est. Allerdings befürchte ich, das Kopfschütteln wird weitergehen.