Handelten ohne zu zögern: Zwölf Kärntner retteten Menschenleben
Sie zögerten keine Sekunde, als es brenzlig wurde: Zwölf Kärntner Ehrenkreuze wurden am Mittwoch an Menschen verliehen, die durch ihr beherztes Eingreifen das Leben anderer gerettet haben.
„Diese Auszeichnungen des Landes sind unser sichtbarer Dank an Menschen, die in Not- oder Katastrophensituationen zuerst an andere denken, bevor sie an sich selbst denken“, betonte Landeshauptmann Peter Kaiser (SPÖ) bei der Verleihung der Ehrenkreuze. Diese gingen unter anderem an die Feuerwehrkameraden Georg Striedner, Kurt Zweibrot, Stefan Brandner, Philipp Gritzner, Walter Haßlacher und Florian Huber von der Freiwilligen Feuerwehr Möllbrücke sowie Mario Kapeller von der Freiwilligen Feuerwehr Lendorf Lendorf. Im Juni 2025 mussten sie ausrücken, weil zwei Paddler trotz Hochwasserlage und starkem Regen eine Fahrt auf der Drau von Sachsenburg nach Spittal unternommen haben.
Mit Boot gekentert
Die reißende Strömung, Schwemmholz und Treibgut führten dazu, dass das Boot kenterte. Eine Person konnten sich retten, eine andere wurde von den Wassermassen mitgerissen. Erst nach mehreren Rettungsversuchen entlang der Strecke konnten die Feuerwehrmänner die zweite Person retten, die stark geschwächt und unterkühlt zur weiteren Versorgung ins Krankenhaus Spittal gebracht worden ist. Auch Walter Haslacher von der Freiwilligen Feuerwehr Möllbrücke erhielt für diesen Einsatz die Anstecknadel mit der Nummer 2 zum Kärntner Ehrenkreuz für Lebensrettung.
Wiederbelebung und Hunde-Angriff
Das Kärntner Ehrenkreuz für Lebensrettung erhielt außerdem Asmir Salihovic, der einen bewusstlosen Mann auf der Straße begann wiederzubeleben, bis die von ihm gerufene Rettung und der Notarzt eintrafen. Der Betroffene konnte reanimiert und ins Krankenhaus gebracht werden. Auch Regina Thonhauser wurde mit dem Ehrenkreuz ausgezeichnet, weil sie eine Wolfsbergerin gerettet hat, als diese von zwei freilaufenden Schäferhunden attackiert und verletzt worden war. Thonhauser sprang aus ihrem Auto, konnte die angreifenden Hunde vertreiben und dafür sorgen, dass die Verletzte vom Rettungsdienst erstversorgt und dann ins Spital gebracht werden konnte.
Polizist stoppt Blutung nach Messerattacke
Die Anstecknadel mit der Nummer 2 zum Kärntner Ehrenkreuz für Lebensrettung wurde außerdem SIG-Beamten Georg Karnberger überreicht. Er wurde im August 2025 mit seinen Kollegen in Klagenfurt zu einer Messerstecherei gerufen. Fachmännisch hat der das offensichtlich lebensbedrohlich verletzte Opfer erstversorgt, hat eine Thoraxverletzung abdichten können und damit dem Opfer das Leben gerettet. Auch der Täter konnte gefasst werden.
Pensionisten aus brennendem Haus gerettet
Andre Prodinger erhielt ebenfalls das Ehrenkreuz für Lebensrettung, weil er während seiner Tour auf ein brennendes Haus aufmerksam wurde. Nach mehrfachem Klingeln und an die Türe pochen gelang er ins Haus und rettete einem Pensionisten damit das Leben. Noch vor dem Zutritt ins Haus alarmierte Prodinger die Feuerwehr, brachte den Pensionisten aus der Gefahrenzone und begann selbst mit dem Löschen des Brandes bis die Feuerwehr kam.
Landesrat dankt Rettern
Auch Landesrat Daniel Fellner (SPÖ) sprach den beherzten Rettern seinen aufrichtigen Dank aus. „Die Auszeichnungen und unser Dank stehen auch stellvertretend für all jene, denen vielleicht nicht immer bewusst ist, wie wichtig es ist, dass Menschen mit Zivilcourage, Wissen und Herz einschreiten, helfen, schützen und retten. Ihr Retterinnen und Retter sollt wissen: Wir sind zutiefst dankbar, dass es Menschen wie euch gibt. Denn ihr macht unser Land sicherer und unser Zusammenleben menschlicher und besser.“