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Mit flexiblen Arbeitszeiten, Kinderbetreuungszuschüssen und innovativen Modellen zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf setzen die Unternehmen neue Maßstäbe im Wettbewerb um Fachkräfte.

Kärntens familienfreundlichste Betriebe wurden ausgezeichnet

Vier Kärntner Unternehmen wurden als „Familienfreundlichster Betrieb Kärntens 2025“ ausgezeichnet. Bei ihnen wird Familienfreundlichkeit wird zum entscheidenden Standortfaktor.

von Nico Deutscher Das Bild zeigt das Profilbild von 5 Minuten-Redakteur Nico Deutscher.
3 Minuten Lesezeit(501 Wörter)
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Flexible Arbeitszeiten, Zuschüsse zur Kinderbetreuung oder Unterstützung beim Wiedereinstieg nach der Karenz: In vielen Kärntner Unternehmen ist Familienfreundlichkeit längst Teil der Unternehmenskultur. Vier Betriebe wurden dafür nun als „Familienfreundlichster Betrieb Kärntens 2025“ ausgezeichnet. Mit dem Landespreis macht die Wirtschaftskammer Kärnten gemeinsam mit „Frau in der Wirtschaft Kärnten“ gelebte Vereinbarkeit als wichtigen Wettbewerbs- und Standortfaktor sichtbar.

Vereinbarkeit als Erfolgsfaktor

Die ausgezeichneten Betriebe zeigen, dass familienfreundliche Maßnahmen unabhängig von Branche oder Unternehmensgröße möglich sind – und zunehmend entscheidend für die Gewinnung und Bindung von Fachkräften werden. „Die ausgezeichneten Betriebe sind nicht nur attraktive Arbeitgeber: Sie sind Vorbilder und Impulsgeber für einen starken Wirtschaftsstandort Kärnten“, sagt Astrid Legner, Vizepräsidentin der Wirtschaftskammer Kärnten und Landesvorsitzende von Frau in der Wirtschaft (FiW). „Wer heute die besten Talente gewinnen und halten will, muss auf Vereinbarkeit setzen. Unsere Preisträger zeigen, wie moderne Arbeitswelten aussehen können und ihre Innovationskraft strahlt weit über die Unternehmensgrenzen hinaus.“ Die Gewinner wurden von einer sechsköpfigen Jury ermittelt. „Die Reihung fiel nicht leicht. Jeder nominierte Betrieb lebt Familienfreundlichkeit mit Herz und Engagement“, sagt FiW-Landesgeschäftsführerin Tanja Telesklav. Die Landessieger sind zudem für den Staatspreis „Familie & Beruf“ nominiert, der im Frühsommer 2026 vergeben wird.

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Bei den Kleinunternehmen ist wuapaa der „Familienfreundlichste Betrieb“ Kärntens. V. l.: wuapaa-Geschäftsführer Matija Kampuš, WK-Vizepräsidentin und FiW-Landesvorsitzende Astrid Legner und FiW-Landesgeschäftsführerin Tanja Telesklav.

Vier Landessieger

In der Kategorie Mittelunternehmen wurde das Klagenfurter Softwareunternehmen „S2 – Sm@rter Software Engineering & Consulting“ ausgezeichnet. Flexible Arbeitszeitmodelle, Kinderbetreuungszuschüsse, Väterförderung und ein eigener Kinderraum schaffen Rahmenbedingungen für unterschiedliche Lebensphasen. „Als Gründerteam wollten wir Arbeitsplätze schaffen, an denen wir uns und auch unsere Mitarbeiter wohlfühlen“, erklärt Stefan Wagner von smarter software. „Wer die besten Talente und anspruchsvolle Kunden zusammenbringen will, muss auf allen Ebenen in Qualität investieren“, ist das Team überzeugt. Die Klagenfurter Werbeagentur wuapaa gewann in der Kategorie Kleinunternehmen. „Familie ist ein wichtiger Teil des Lebens und daher auch ein wichtiger Teil der Personalpolitik“, so Matija Kampuš. „Bei uns muss sich niemand zwischen Familie und Beruf entscheiden.“ Familienfreundlichkeit werde als Investition in eine stabile Teamkultur verstanden: „Familienfreundlichkeit stärkt das Wir-Gefühl, erhöht die Zufriedenheit und sorgt für langfristige Mitarbeiterbindung.“

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Pionierarbeit in Sachen Familienfreundlichkeit

In der Kategorie Non-Profit-Organisation wurde autArK ausgezeichnet. „Echte Wertschätzung beginnt dort, wo wir das private Leben unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ernst nehmen und aktiv unterstützen“, betont Geschäftsführer Andreas Jesse. „Ein familienfreundliches Arbeitsumfeld stärkt nicht nur das Wohlbefinden jedes einzelnen Menschen, sondern erhöht auch Motivation, Engagement und langfristige Bindung.“ Ebenfalls ausgezeichnet wurde das Hilfswerk Kärnten, das mit zahlreichen Arbeitszeitmodellen, Ferienbetreuung und Weiterbildungsangeboten hohe Flexibilität ermöglicht. „Wir leisten seit Jahrzehnten Pionierarbeit in Sachen Familienfreundlichkeit“, erklärt Präsidentin Elisabeth Scheucher-Pichler.

Familienfreundlichkeit wird zur Notwendigkeit

Die Vereinbarkeit von Familie und Beruf spielt für die Mehrheit der Beschäftigten eine zentrale Rolle bei der Jobwahl. Gleichzeitig zeigen Teilzeitquoten, Betreuungsengpässe und Fachkräftemangel den steigenden Bedarf an flexiblen Arbeitsmodellen. „Das sind keine Extras mehr, sondern Notwendigkeiten“, sagt Legner abschließend.

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